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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Umspannanlage Rheinau (RWE)
Adresse:
Hallenweg
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
09.09.2013 / 21.10.2015
 
© 2013/15 Norbert Gilson
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erbaut: 1926-29
Bauherr: Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG (RWE)
Ausführung: Siemens-Schuckerwerke GmbH
    
Die Schalt- und Umspannanlage Rheinau ist Bestandteil der auch als „Nord-Süd-Leitung″ oder einfach „Südleitung″ (siehe bei -> »weiter«) bezeichneten Hochspannungsleitung, die von der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk AG (RWE) in den Jahren von 1925 bis 1929 zunächst zwischen dem in Hürth-Knapsack gelegenen Braunkohlekraftwerk Goldenberg-Werk, nach Inbetriebnahme der Umspannanlage Brauweiler 1928 zwischen dieser und der Umspannanlage Bürs bei Bludenz (Land Vorarlberg, Österreich) errichtet wurde.
    
    Grundlage für den Bau der Umspannanlage war ein zwischen dem RWE und der Badischen Landeselektrizitätsversorgungs-AG am 9. März 1925 abgeschlossener Stromlieferungsvertrag. Im Dezember 1925 waren die Planungen für die Umspannanlage abgeschlossen. Mit Rücksicht auf die zügige Fertigstellung wurde zur Aufstellung der Schalter, Transformatoren, Sammelschienen und Gerüste eine Freiluftanlage erstellt. Nur für die Phasenschieber und als Transformatoren-Montagehalle musste ein Gebäude errichtet werden (Fotos 1 bis 4). Der Auftrag für die gesamte Ausrüstung der Umspannanlage Rheinau wurde, wie auch für die übrigen sechs Umspannanlagen der Südleitung, an die Siemens-Schuckertwerke GmbH vergeben. Die in Rheinau aufgestellten Phasenschiebermaschinen (Drehstrom-Synchrongeneratoren mit Asynchronmotoren als Anwurfmotoren) mit einer Leistung von 20.000 kVA dienten der Blindleistungskompensation und Spannungsregulierung auf der Südleitung. Zu diesem Zweck wurden die Phasenschieber um zwei Transformatoren (jeweils 30.000 kVA) mit Stufenregulierung ergänzt.
    
    Die Inbetriebnahme erfolgte in mehreren Stufen. Nachdem der Leitungsabschnitt zwischen den Umspannanlagen Kelsterbach und Rheinau im Laufe des Jahres 1926 fertig gestellt worden war, konnte die Südleitung, vom Goldenberg-Werk her kommend, bis zur Station Rheinau im November 1926 zunächst mit 110 kV Spannung in Betrieb genommen werden. Damit wurde gleichzeitig die Stromlieferung an die Badische Landeselektrizitätsversorgungs-AG aufgenommen. Erst im Oktober 1929 konnte die Umstellung auf den 220-kV-Betrieb erfolgen, nachdem die 220 kV-Verbindung zwischen den Umspannanlagen Rheinau und Hoheneck vollendet und die neue Schaltanlage Brauweiler in Betrieb genommen worden war.
    
    Wegen der günstigen Lage der Umspannanlage, der starken Speisung durch die nahe gelegenen Kohlekraftwerke sowie der zentralen Lage im Netz des RWE, begann man schon in den 1920er Jahren auf dem Areal der Anlage auch mit der Erprobung von neuen Elementen für Hochspannungsanlagen. 1966 wählte die 1921 gegründete Studiengesellschaft für Höchstspannungsanlagen e.V. (SfH), die sich der Weiterentwicklung von Komponenten der Hochspannungstechnik widmet, Rheinau als Sitz und errichtete westlich des Umspannwerks ihre neuen Versuchsanlagen (siehe bei -> »weiter«).
    
    Im Zuge der Umstellung der Spannung des Übertragungsnetzes auf einheitlich 380 kV und der Beseitigung der 220-kV-Spannungsebene werden in der Umspannanlage Rheinau umfangreiche Arbeiten durchgeführt. Dabei wird auch die nicht mehr benötigte und inzwischen baufällige Phasenschieberhalle abgerissen. Foto 4 zeigt das Gebäude kurz vor Beginn der Abrissmaßnahme.

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Quelle(n)/Text:
• Die erste 220 kV-Anlage in Europa; in: Siemens-Zeitschrift 8(1928), Heft 6, S. 390
• Theo Horstmann / Klaus Kleinekorte (Hrsg.): Strom für Europa. 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928 - 2003, 2. Aufl., Essen 2003
• Die Südstationen. Das elektrische Rückgrat des RWE von Brauweiler bis zum Oberrhein; in: RWE-Verbund, Heft 23, 1958
Informationsstand:
 
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10636
 
 
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