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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Zeche Carl-Alexander
Adresse:
Übacher Weg
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
02.09.2011
 
© 2011 Norbert Gilson
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erbaut: ab 1908
    
1908 wurde für den Betrieb einer neuen Zeche bei Baesweiler die Gewerkschaft Carl-Alexander gegründet. Namensgebend waren Persönlichkeiten der beiden Anteilseigner, der Seniorchef der saarländischen Röchling-Werke, Carl Röchling, und der Aufsichtratsvorsitzende des französischen Stahlherstellers Acièries de Longwy, Alexander Dreux. Noch 1908 begannen die Abteufarbeiten. Es entstanden zwei Schächte, die jeweils ein Doppelstreben-Fördergerüst erhielten.
    
    Nach Unterbrechung des Ausbauarbeiten während des Ersten Weltkrieges konnte 1921 die erste Kohle gefördert werden. Um den Mangel einheimischer Bergleute auszgleichen, wurden Mitte der 1920er Jahre Bergleute vorwiegend aus Elsass und Lothringen angeworben. Für den Bau der dringend benötigten Wohnungen gründete man eine Baugenossenschaft, die in den Jahren von 1927 bis 1932 insgesamt 196 Wohnungen in Grubennähe errichtete. Die Grube Carl-Alexander nahm am Ende der 1920er Jahre mit einer Förderung von jährlich über 500.000 t eine Spitzenposition im Aachener Revier ein.
    
    Während des Zweiten Weltkrieges wurden Kriegsgefangene, vornehmlich aus Frankreich und Russland, zur Zwangsarbeit eingesetzt. Viele von ihnen verloren hier ihr Leben. Bei den Kämpfen im Aachener Raum Ende des Jahres 1944 wurde das Bergwerk durch Pumpenausfälle in Mitleidenschaft gezogen, die Schäden konnten jedoch relativ schnell beseitigt werden. Infolge der am Ende der 1950er Jahre einsetzenden krisenhaften Entwicklung im westeuropäischen Steinkohlenbergbau plante Röchling die Schließung des Bergwerks, das 1960 eine Förderung von rund 1 Mio. t Steinkohle verzeichnen konnte. Der Druck der Gewerkschaften und das Drängen der Politik führten dazu, dass die Grube 1965 vom Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV) übernommen wurde, um nach der Stilllegung der Bergwerke in Übach-Palenberg, Merkstein und Mariadorf einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der Region zu verhindern. Die Grube Carl-Alexander wurde unterirdisch mit den benachbarten EBV-Bergwerken »Anna« in Alsdorf und»Emil Mayrisch« in Siersdorf verbunden.
    
    Das Ende der Steinkohleförderung im Aachener Revier war jedoch nicht aufzuhalten. 1975 wurde die Förderung auf Carl-Alexander endgültig eingestellt. Der Abbau der noch vorhandenen Kohlenvorräte lief weiter. Die Kohle wurde über die leistungsfähigeren Schächte von »Emil Mayrisch« gefördert, bis auch diese Grube 1992 ihren Betrieb einstellte.
    
    In den 1980er Jahren wurden die Übertageanlagen der Zeche fast vollständig abgerissen, auch das zuletzt noch vorhandene imposante Doppelstrebengerüst von Schacht 2 und das zugehörige Fördermaschinenhaus mit Segmentbogendach. Lediglich eine Werkhalle (siehe Fotos) blieb von der Anlage erhalten. Im Rahmen der »EuRegionale 2008«, einer regionalen Infrastrukturförderung, wurde eine Revitalisierung der Zechenbrache in Angriff genommen. In zweijähriger Arbeit entstand aus dem ehemaligen Zechengelände und der Halde der »CarlAlexanderPark« (-> Klick auf Link).

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Quelle(n)/Text:
• Hinweistafel am Objekt
• Walter Buschmann, Zechen und Kokereien im rheinischen Steinkohlenbergbau. Aachener Revier und westliches Ruhrgebiet, Berlin 1998
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
Informationsstand:
 
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Link:
Infoseite der Stadt Baesweiler zum CarlAlexanderPark
 
 
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