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1. Technik-Ziele
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TECHNOSEUM
Adresse:
Museumsstraße 1
 
Kategorie:
Technik- / Industrie-Museum; frei zugänglich
 
Kleinbild
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Foto(s) vom:
23.09.2014
 
© 2014 Norbert Gilson
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erbaut: 1985-90
Architektin: Ingeborg Kuhler
    
Seit Ende der 1970er Jahre plante das Land Baden-Württemberg die Gründung eines Museums, das „die Entwicklung von Technik und Arbeit und der Lebensverhältnisse im deutschen Südwesten" seit Beginn der Industrialisierung darstellen sollte. Unter den Bewerbern - Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim - entscheid sich der Landtag 1980 für den Standort Mannheim angesichts der besonderen Bedeutung der Stadt für die Entwicklung von Technik, Industrie, Handel und Gewerbe. Als Bauplatz kam ein Grundstück am Ende des in die Mannheimer Innenstadt führenden Autobahnzubringers A 656 in Frage.
    
    Das neue Museum wurde 1990 unter dem Namen Landesmuseum für Technik und Arbeit eröffnet, die Umbenennung in TECHNOSEUM erfolgte 2010. Es entstand ein langgestreckter Hochbau in Stahlskelett-Verbund-Konstruktion mit ausbetonierten Kammern. An der Nordseite ist der Bau von einer ausgedehnten Grünanlage umgeben. Die innere Raumwirkung wird durch ausgedehnte, hell belichtete Hallen bestimmt.
    
    Die Ausstellung des Museums zur südwestdeutschen Technik-, Industrie- und Sozialgeschichte wurde in einer »Raum-Zeit-Spirale« konzipiert, die die Besucher von oben nach unten durchwandern können. Auf rund 9.000 qm Ausstellungsfläche bietet das Museum heute einen Rundgang durch 200 Jahre Industrialisierungsgeschichte, bei dem Inszenierungen zur Technik- und Sozialgeschichte durch interaktive Experimentierfelder zu Naturwissenschaften und Technik ergänzt werden.
    
 
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Speicherpumpensatz aus dem Schwarzenbachwerk / Ausstellung zur Geschichte der Elektrizitätsversorgung
 
© Technoseum
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Die Ausstellung zur Geschichte der Elektrizitätsversorgung befindet sich auf Ebene D und im Untergeschoss des Museums. Anhand von Schautafeln und Ausstellungsstücken werden in mehreren Stationen die Erzeugung des elektrischen Stroms, der Weg vom Kraftwerk zur Steckdose und die Verwendung von Elektrizität im Haushalt thematisiert.
    
    Den größten Teil nimmt das Thema „Stromerzeugung″ ein. Die in den 1890er Jahren aufgekommene vorhandene Aufbruchsstimmung bei der Elektrizitätsversorgung verdeutlicht die Station zur Kraftübertragung von Lauffen am Neckar nach Frankfurt am Main (siehe bei -> »weiter«) im Jahre 1891 auf Ebene D. Die Stromerzeugung mit Hilfe von Wasser- und von Dampfkraft prägte fast ausschließlich die folgenden sieben Jahrzehnte der Elektrizitätsversorgung. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht hier eine 1908 in der Maschinenfabrik Esslingen AG gebaute Kolbendampfmaschine (liegende Tandemmaschine), die mit einem Drehstromgenerator der Frankfurter Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke AG (625 kVA, cos phi = 0,8) gekoppelt ist. Eine neben der Dampfmaschine platzierte Einheit aus Dampfturbine und Generator von etwa derselben Leistungsklasse (1.000 kVA), gebaut 1963 von der Kühnle, Kopp & Kausch AG (Frankenthal), verdeutlicht die enorme Reduktion der Apparatedimensionen durch den Übergang zum Turbinenprinzip und die technischen Fortschritte bei den Konstruktionsmaterialien. Die Energiewandlung mit Hilfe von Kern- und Solarenergie zeigt die Veränderungen in der Elektrizitätsversorgung seit den 1970er Jahren und deutet das Ende des Zeitalters der fossilen Energiegewinnung an.
    
    Zur Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraft gibt es in der Ausstellung selbst keine Exponate. Jedoch schlummert im Depot ein Ausstellungsstück, das bestens geeignet ist, die Geschichte der Wasserkraftnutzung in Baden und Württemberg zu demonstrieren. Es handelt sich um einen auf dem Foto gezeigten Pumpensatz aus dem Schwarzenbachwerk (heute: Rudolf-Fettweis-Werk), einem in den 1920er Jahren im Murgtal bei Forbach im Nordschwarzwald errichteten großen Pumpspeicherkraftwerk der Badischen Landeselektrizitätsversorgung AG (Badenwerk). Der Maschinensatz wurde bei der Modernisierung der Anlage ausgebaut und dem Museum von der Badenwerk AG geschenkt.
    
    Der Betrieb der Dampfmaschine wird regelmäßig vorgeführt, und zwar mit echtem Dampf - immer ein besonderes Erlebnis! Alle Termine, Öffnungszeiten und viele weitere Informationen gibt es auf der Website (siehe -> »Link« unten) des TECHNOSEUMS.

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Quelle(n)/Text:
• Andreas Schenk, Architekturführer Mannheim, Berlin 1999
• Thomas Herzig, Energieverbund. Elektrischer Strom für Stadt und Land, (Katalog zur ständigen Ausstellung / Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, 2), Mannheim 1995
    
mehr ...:
Informationsstand:
 
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Link:
Kurze Chronologie des TECHNOSEUMS
 
Link:
Infos zur Architektur des Museums
 
 
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Lage:
 
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