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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Norddeutsche Eiswerke AG
Adresse:
Köpenicker Straße 40 - 41
 
Lage:
 
Kleinbild
Foto(s) vom:
23.03.2012
 
© 2012 Norbert Gilson
-:
   
erbaut: vor 1916 / 1921-22 (Erweiterung)
Bauherr: Norddeutsche Eiswerke AG
Ausführung: Albert Biebendt, Bauunternehmung
   
Die zum Besitz der traditionsreichen Meierei C. Bolle gehörende Norddeutsche Eiswerke AG war vor dem Ersten Weltkrieg der mit Abstand größte Kunsteisfabrikant im Deutschen Reich. Dieses »Kunsteis« wurde damals - zu einer Zeit, als noch keine Kühlschränke existierten - in Form von unterschiedlich großen Eisblöcken zur Kühlung in den so genannten „Eisschränken″ verwendet. Das Grundstück an der Köpenicker Straße hatte Carl Bolle 1893 erworben. Er ließ es 1896 mit Kühlhäusern bebauen, die 2010 abgerissen wurden. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg, 1909/10, ließ Bolle die Anlagen um eine Eisfabrik erweitern. Das Kühlhaus I wurde nach dem Krieg in den Jahren 1921/22, zusammen mit einem Kesselhaus, errichtet.
    
    Zu DDR-Zeiten wurde das Unternehmen vom VEB Kühlbetrieb weitergeführt. Erst 1995 stellte der Nachfolgebetrieb, die Berliner Kühlhaus GmbH, den Betrieb in der Köpenicker Straße endgültig ein. Seitdem stehen die Gebäude in Berlins Mitte an der Spree leer.
    
    Die Anlage gilt als in Deutschland einmaliges Gebäudeensemble, das die frühere Bedeutung der Kunsteisproduktion in der Frühzeit der industriellen Kühltechnik einzigartig dokumentiert. Trotzdem ist das Schicksal des denkmalgeschützten Areals vollkommen ungewiss.
    
    2016 hat die Berliner Trockland Management GmbH Teile des Geländes erworben und beabsichtigt, die denkmalgeschützten Bauten für Wohnungen und Gewerbe umzunutzen.

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Quelle(n)/Text:
• Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Denkmalliste Berlin (Stand: 14.01.2011), Nr. 09011020
• Stephan A. Lütgert, Welche Zukunft hat die Eisfabrik? in: Industriekultur, 3/2008, S. 43
• Sven Bardua, Neues „Eiswerk″ an der Spree; in: Industriekultur 25(2019), Heft 87, Ausgabe 2.19, S. 47
Informationsstand:
 
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Link:
Aktuelle Informationen zum Entwicklungsstand des Eiswerke-Areals
 
 
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