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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Westdeutsche Kalkwerke AG
Adresse:
Schleidener Straße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
19.09.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: um 1900 / spätere Erweiterungen
    
An dem Standort wurde bereits 1890 von Christoph Heinen, einem Kalkbrenner aus Hastenrath (Eschweiler), ein Ringkalkofen errichtet. Dieser aus der Ziegelei bekannte Ofentyp wurde seit 1870 auch zum Kalkbrennen eingesetzt. Von der Größe des Unternehmens zeugt auch die Tatsache, dass das Betriebsgelände einen eigenen Bahnanschluss erhielt.
   
    1898 gründete Heinen zusammen mit dem Kaufmann Wilhelm Kalversiep die Walheimer Kalkwerke GmbH, die ein Jahr später in die Neue Walheimer Kalkwerke AG umgewandelt wurde. Unter deren Regie wurde neben dem Ringofen eine neue Doppelofenanlage mit Trichterschachtöfen für die Produktion von täglich 30 t Kalk errichtet. Bis 1905 erfolgte die Erweiterung der Kapazitäten um zwei Rundkammeröfen und eine weitere Doppelofenanlage. Abgesetzt wurde der Kalk als Branntkalk für das Baugewerbe sowie in der regionalen Stahl- und Chemie-Industrie.
    
    1921 wurde der Betrieb von der 1911 gegründeten Westdeutschen Kalkwerke AG übernommen, die ursprünglich aus einem Kalkwerk in Sötenich entstanden war. Im Laufe der 1920er Jahre erwarb das Unternehmen weitere Kalkwerke in der Aachener Region, unter anderem in Büsbach (Stolberg), Eilendorf und Niederforstbach (Aachen). Nach vorübergehender Stilllegung während der Weltwirtschaftskrise ging die Kalkproduktion 1934 auch in Walheim wieder in Betrieb. Nachdem in Sötenich 1936 die Zemenproduktion mit drei Zementöfen, zwei Schachtöfen, Mahlanlagen und Silos aufgenommen worden war, änderte sich der Firmenname in Westdeutsche Kalk- und Portlandzement-Werke AG. Die Betriebsstätte in Walheim stellte neben Düngekalk seit 1938 verstärkt Baukalk her, der unter anderem beim Bau des »Westwalls« Verwendung fand. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Teile der Anlage gesprengt, der schwer beschädigte Ringofen (Foto 5) wurde nach Kriegsende abgerissen.
    
    Seit 1947 nahm die Kalkproduktion in Walheim wieder einen Aufschwung. Hauptabnehmer war die Firma Knapsack-Griesheim AG in Hürth-Knapsack. Der für sie bestimmte Kalk wurde in Großraumwagen mit 60 t Inhalt über die Bahnstrecke Stolberg - Walheim abtransportiert. An die heute noch erhaltene Doppelofenanlage aus Trichterschachtöfen von 1905 wurde 1956 noch ein weiterer Ofen dieses Typs angebaut. Bereits drei Jahre später, 1959, kam jedoch das Ende für die Branntkalkproduktion in Walheim. Bis 1964 wurde mit der vorhandenen Löscherei und der Kalkmühle noch Branntkalk aus dem Stolberger Zweigbetrieb zu Weißkalkhydrat und hochhydraulischem Kalk verarbeitet, bevor die endgültige Stilllegung des Walheimer Betriebs erfolgte. Bis auf die unter Denkmalschutz gestellte Großtrichterofenanlage wurde das gesamte Betriebsgelände zur Ansiedlung eines Lebensmittel-Supermarkt freigeräumt.

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Quelle(n)/Text:
• Hartmut Ochsmann, Auf den Spuren des Kalkgewerbes im Walheimer Raum. Exkursionsführer, 1991
Informationsstand:
 
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Kategorie:
Denkmal (Baudenkmal)
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