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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Papierfabrik Kirchberg Krieger, Meuser & Co.
Adresse:
Teichstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
19.07.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: vor 1914 / Erweiterungen um 1920 und 1937-38
    
Die Papierfabrik ging hervor aus der „Mittleren Mühle″ von Kirchberg. Diese war 1820 als Mahl- und Gerstenschälmühle in Betrieb und wurde einige Jahre später um eine Ölmühle mit zwei Pressen erweitert. 1894 erwarb die Familie Eichhorn die Mühle. Dem Fabrikanten Arthur Eichhorn gehörten bereits die anderen beiden Kirchberger Mühlen, in denen seit Mitte des 19. Jahrhunderts Papierproduktion betrieben wurde. Auch die Mittlere Mühle wurde nun in eine Papierfabrik umgebaut und 1896 teilweise in Betrieb genommen. Beschäftigt waren dort damals 36 Arbeiter.
    
    Drei Jahre später wurde die Fabrikanlage zunächst verpachtet und 1901 unter Umwandlung in die Papierfabrik Kirchberg AG von den Aktionären als neuen Eigentümern erworben. Die Aktionäre waren Fabrikanten der Dürener Papier- und Metalltuchindustrie. Nach kriegsbedingter Produktionsumstellung während des Ersten Weltkrieges und einer mehrmonatigen Produktionsunterbrechung infolge eines Brandes im Jahre 1919 konnte das Unternehmen unter der neuen Leitung von Danny Meuser bis zur Mitte der 1920er Jahre seine Position behaupten und ausbauen. Hergestellt wurden Sack-, Kraft- und Einschlagpapiere sowie Zellpackstoff, zu denen Holz-Zellstoff und Altpapier als Rohstoffe verarbeitet wurden. Als Kraftantriebe standen eine 600 PS-Dampfmaschine und eine 30 PS-Wasserturbine zur Verfügung. Die Produktion erfolgte mittels einer Papiermaschine mit Kalander (Glättmaschine), drei Kollergängen, sechs Holländern, zwei Rollschneidern und einem Querschneider.
    
    1937 erwarb der Wellpappenfabrikant Johannes Krieger aus Jülich die Aktienmehrheit an dem Unternehmen. Es wurde daraufhin in eine Kommanditgesellschaft mit dem Namen Papierfabrik Kirchberg Krieger, Meuser & Co. umgewandelt. Anschließend wurden die Anlagen weiter ausgebaut und technisch vervollkommnet. Während der harten Kämpfe um den Rurübergang wurden die Fabrikanlagen stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Herbst 1948 kam die Produktion allmählich wieder in Gang. Vom Beginn bis zur Mitte der 1950er Jahre wurden eine neue Maschinenhalle errichtet sowie mehrere Aufbereitungs- und eine neue Papiermaschine aufgestellt. Ende der 1950er Jahre beschäftigte das Werk 120 Arbeiter und Angestellte. Produziert wurden Kraft-, Sack-, Kraftpack-, Kraft-Spezial- und Natronmisch-Papiere.
    
    Heute gehört der Produktionsstandort zu dem 1882 gegründeten Jülicher Unternehmen Gissler & Pass, das sich bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Pionier der Wellpappenherstellung auf dem europäischen Festland entwickelt hatte. Anfang 2000 wurde am Standort in Kirchberg eine hochmoderne Betriebsstätte für Displaybau und Co-Packing eingerichtet.

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Quelle(n)/Text:
• Josef Geuenich, Geschichte der Papierindustrie im Düren-Jülicher Wirtschaftsraum, Düren 1959
• gissler-pass.de/unternehmen/historie/
Informationsstand:
 
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Link:
Unternehmensgeschichte von Gissler & Pass
 
 
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