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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Carl Eichhorn GmbH Wellpappenwerke
Adresse:
Wymarstraße 15
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
19.09.2007
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erbaut: um 1900 / Erweiterungen um 1920 und um 1950

Im Jahre 1854 erwarb der aus der Gegend von Iserlohn stammende Kaufmann Carl Eichhorn (1827 - 1894) die »Untere Mühle« in Kirchberg. Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaute Mühle war bis 1820 Ölmühle und wurde anschließend, 1821, von der Regierung Aachen als Papiermühle konzessioniert.
    
    Nach Aufstellung einer Papiermaschine und einer für deren Antrieb dienenden Dampfmaschine nahm Eichhorn im Mai 1856 die Produktion auf. Die technische Einrichtung wurde später um eine weitere Papiermaschine sowie zwei zusätzliche Dampfmaschinen erweitert. Die mit ihren Produkten auf nationalen und internationalen Ausstellungen vertretene und ausgezeichnete Firma galt als eine der bedeutendsten Papierfabriken Deutschlands. Der zeitweise Produktionsausfall infolge eines Großbrandes am 8./9. Juni 1883 konnte durch die Weiterarbeit in der benachbarten, heute nicht mehr vorhandenen Fuchstaler Mühle, die ebenfalls Eichhorn gehörte, teilweise aufgefangen werden. 1887 arbeitete der Betrieb wieder mit 83 Arbeitern.
    
    Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Betrieb durch die Aufstellung weiterer Papiermaschinen und Dampfkessel stetig vergrößert. Zusätzlich wurde 1905 die Produktion von Pergamentersatz und Pergamin aufgenommen. Nach Überwindung der Folgen des Ersten Weltkriegs und der Inflation erhielt das Werk 1924 einen eigenen Bahnanschluss und wurde nochmals bedeutend erweitert. 1928 standen zur Kraftversorgung eine 50 PS-Wasserturbine, zwei 300 PS- und eine 240 PS-Dampfmaschine zur Verfügung.
    
    Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs lag die Fabrik für sechs Monate im Kampfgebiet und wurde zu 35% zerstört. Mit der nur unwesentlich beschädigten Papiermaschinenanlage konnte im Juli 1946 die Produktion von Sackpapier wieder aufgenommen werden. Am Ende der 1950er Jahre produzierte der Betrieb mit 280 Arbeitern und Angestellten Natronsackpapier, Packpapier, Krepp-Packstoffe, Nähkrepp und fettdichten Pergament-Ersatz. 1961 erfolgte die Umstellung auf die Herstellung von Wellpappe, die auch heute noch mit modernsten Fertigungsmaschinen betrieben wird. Diese sind in neueren Gebäude untergebracht. Die aus den 1920er und 1950er Jahren stammenden Fabrikbauten wurden inzwischen abgerissen.

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Quelle(n)/Text:
• Josef Geuenich, Geschichte der Papierindustrie im Düren-Jülicher Wirtschaftsraum, Düren 1959
Informationsstand:
 
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Link:
Geschichte der Wellpappenwerke
 
 
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