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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Kraftwerk Schiffbauerdamm
Adresse:
Schiffbauerdamm 22
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
26.03.2012
 
© 2012 Norbert Gilson
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erbaut: 1889-90
Architekten: Richard Wolffenstein, Wilhelm Albert Cremer (Architekturbüro Cremer & Wolffenstein)
    
Das Kraftwerk Schiffbauerdamm entstand 1889/90 mit einer Leistung von 840 kW als vierte der in Gleichstromtechnik ausgeführten Berliner Stadtzentralen. Kessel- und Maschinenhaus wurden im Blockinnenbereich eines schmalen, tiefen Grundstücks hintereinander liegend angeordnet. An der repräsentativen Straßenfront zum Schiffbauerdamm hin wurde als Blockrandbebauung das Verwaltungsgebäude der damaligen Berliner Elektricitäts-Werke (BEW) - damals noch eine Tochtergesellschaft der AEG - und der AEG errichtet, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
    
    Als Erweiterung entstand auf dem rückwärts übereck anschließenden Grundstück Luisenstraße 35 ein weiteres Kraftwerk mit Akkumulatorenstation und einem zur Luisenstraße hin gelegenen Verwaltungsgebäude. Beide Kraftwerke wurden durch eine Betriebsbahn miteinander verbunden, die zur Vorbereitung der Berliner S-Bahn als Teststrecke für strombetriebene Fahrzeuge angelegt wurde.
    
    Nachdem im Kraftwerk Schiffbauerdamm zunächst ausschließlich Gleichstrom erzeugt worden war, kam 1896 zusätzlich die Drehstromerzeugung hinzu. 1926 wurde der inmitten der Innenstadt gelegene Kraftwerksbetrieb eingestellt. Die Anlage wurde zu einem Unformerwerk umgestaltet, in dem der von den jetzt außerhalb des Stadtzentrums gelegenen großen Kraftwerken angelieferte Drehstrom in Gleichstrom umgewandelt wurde, der zur Speisung des noch längere Zeit vorhandenen Gleichstromversorgungsnetzes in der Innenstadt benötigt wurde. Einige Jahre nach der Wende wurde der Betrieb dann vollständig eingestellt.
    
   Ende der 1990er Jahre erwarb der Fernsehsender RTL das Areal, um hier sein Hauptstadtstudio zu errichten. Bei der Sanierung wurden die historischen Bestandteile des Industriedenkmals unter teilweiser Neugestaltung sensibel wieder instandgesetzt. Die Fotos zeigen das restaurierte ehemalige Kesselhaus. Es wurde als zweigeschossiger Backsteinbau mit Mittelrisalit mit hohem Rundbogen und von Lisenen begrenzten Seitenfeldern gestaltet. An der Ecke Luisenstraße / Schiffbauerdamm wurde ein neuer Kopfbau errichtet.

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Quelle(n)/Text:
• Hans Achim Grube, Renaissance der E-Werke. Historische Industriearchitektur im Wandel, Berlin 2003
• Thorsten Dame, Elektropolis Berlin. Architektur- und Denkmalführer, Berlin 2014
• Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Denkmalliste Berlin (Stand: 14.01.2011), Nr. 09095895
Informationsstand:
 
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