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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Gleichrichterwerk Chemnitz
Adresse:
Getreidemarkt 6
 
Lage:
 
Kleinbild
Foto(s) vom:
10.03.2015
 
© 2015 Norbert Gilson
-:
    
erbaut: 1929 / 1965 (Umbau)
Architekt: Friedrich Wagner-Poltrock / Gerhard Kötz
    
Als sich gegen Ende der 1920er Jahre der Straßenbahnverkehr im Stadtgebiet von Chemnitz stark intensivierte, reichte die vorhandene Infrastruktur für die Stromversorgung der Straßenbahn nicht mehr aus. Daher wurde im Zentrum der Stadt zwischen Theaterstraße und Getreidemarkt ein neues Gleichrichterwerk geplant. Der Neubau entstand nach Plänen von Friedrich Wagner-Poltrock, der sich nach Ausscheiden aus den städtischen Diensten als Stadtbaurat 1924 mit einem eigenen Architekturbüro in Chemnitz selbständig gemacht hatte. Wagner-Poltrock schuf einen aus kubischen Formen zusammengesetzten Baukomplex mit Anklängen an den Stil der Klassischen Moderne. An einen flacheren Trakt mit Büroräumen in den oberen Etagen gliederte der Architekt einen voluminös ausgeformten Turmbau von 22 m Höhe an. Das Gebäude wurde durch einen Umbau unter Leitung des Ingenieurs Gerhard Kötz 1965 stark verändert. Der Turm wurde um eine Etage erhöht und die ursprünglich großformatigen liegenden Fenster durch kleinere ersetzt. Die kleinen kreisrunden Fenster (»Okuli«) des Turmbaus blieben dagegen erhalten.
    
    Im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes befanden sich die Transformatorenstation und hinter den Toren des flacheren Traktes die Gleichrichter. Im Keller wurde auf 500 qm Fläche eine Batteriespeicheranlage zur Bewältigung der Spitzenlasten während der Hauptverkehrszeiten der Straßenbahn installiert. Da Batteriespeicher in dieser Größenordnung damals ungewöhnlich waren, gab es gegen deren Bau zahlreiche Proteste, vor allem von den Eigentümern der umliegenden Grundstücke. Sie fürchteten vor allem die von den Batterien ausgehende Explosionsgefahr. Eine Chemnitzer Expertenkommission informierte sich 1926 über Erfahrungen mit bereits ausgeführten Anlagen in Frankfurt am Main, Berlin und Leipzig. Ihre Expertise konnte schließlich die Zweifel an der Sicherheit der Anlage zerstreuen.

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Quelle(n)/Text:
• Tilo Richter / Hans-Christian Schink (Fotografien), Industriearchitektur in Chemnitz 1890 - 1930, 2. Aufl., Leipzig 1995
Informationsstand:
 
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