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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Wasserkraftwerk Wisenta
Adresse:
Walsburg
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
22.04.2013
 
© 2013 Norbert Gilson
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erbaut: 1919-20/1933, 1938-39/1965
Bauherr: Carl Zeiss, Thüringische Landeselektrizitätsversorgungs-AG (Thüringenwerk)
    
Das heutige Wasserkraftwerk Wisenta besteht eigentlich aus zwei Teilen. Bereits in den Jahren 1919/20 wurde die Wisenta kurz vor ihrer Einmündung in die Saale aufgestaut und an der rund 60 m tiefer gelegenen Saale ein Wasserkraftwerk eingerichtet. Das Kraftwerk wurde in Regie der Firma Carl Zeiss erbaut und lieferte für diese erstmals im Dezember 1920 Strom über eine Freileitung. Die Planung des Kraftwerks hatte, angeregt durch die Brennstoffknappheit in den beiden letzten Jahren des Ersten Weltkriegs, der wissenschaftliche Leiter von Carl Zeiss, Rudolf Straubel, zudem Professor für Physik an der Universität Jena, übernommen. 1933 wurde die 1919 errichtete Wehranlage an der Wisenta durch eine gerade Gewichtsstaumauer aus Gussbeton ersetzt, die nun als Absperrbauwerk für die Talsperre Wisenta diente. Das Kraftwerk verfügte über zwei Francis-Turbinen von je 600 kW Nennleistung und zwei Drehstrom-Synchrongeneratoren von 950 kVA beziehungsweise 960 kVA.
    
    In Zusammenhang mit dem Ausbau der Saalekaskade, mit der zwischen 1926 und 1945 die obere Saale auf 65 km in fünf Staustufen aufgestaut wurde und damit ein Gefälle von etwa 200 m ausgenutzt werden kann, wurde das Kraftwerk an der Saale in den Jahren 1938/39 ausgebaut. Die Saale wurde dazu am Standort des Kraftwerks, zwischen den Wasserkraftwerken Burgkhammer (siehe bei -> »weiter«) und Fernmühle (siehe bei -> »weiter«) gelegen, durch eine Gewichtsstaumauer abgesperrt (Fotos 1 und 2). An dem so entstandenen Staubecken Walsburg wurde ein neues Maschinenhaus mit zwei Kaplan-Turbinen von 1,2 beziehungsweise 1,3 MW Nennleistung (Nenndurchfluss von jeweils 15 m³/s) und zwei Drehstrom-Synchronmaschinen von 2,4 MVA beziehungsweise 2,0 MVA erbaut (Fotos 4 und 5). Die Kaplan-Turbinen können eine mittlere Fallhöhe von 10,50 m ausnutzen. Die beiden Synchronmaschinen konnten auch im Motorbetrieb arbeiten und mittels zweier Speicherpumpen Wasser aus der Talsperre Walsburg ins Speicherbecken Wisenta hochpumpen, so dass die Anlage nun als Pumpspeicherkraftwerk arbeitete.
    
    Das Pumpspeicherkraftwerk soll bei seiner Inbetriebnahme das erste vollautomatische Pumpspeicherkraftwerk Europas gewesen sein. Im August 1992 wurden die Pumpen stillgelegt und seitdem wird das Kraftwerk Wisenta nur noch als Laufwasserkraftwerk betrieben, das aus den Speichern Wisenta und Walsburg mit Wasser versorgt wird. Die mit der Maschinenspannung von 10,5 kV in allen vier Generatoren erzeugte Energie wird über das Schalthaus (Foto 7) in die abgehende Freileitung eingespeist (Foto 6).

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Quelle(n)/Text:
• Hanno Trurnit, Thüringen im Strom der Zeit, München / Leipzig 1998
• de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherwerk_Wisenta
• Hinweistafel am Objekt
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