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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Deutsche Philips GmbH (Radio-Apparatefabrik Jägerstraße)
Adresse:
Jägerstraße
 
Lage:
 
Kleinbild
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Foto(s) vom:
31.10.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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gegründet: 1934
    
Als die Deutsche Philips GmbH im Juni 1934 ihre neue Apparate-Fabrik Aachen ins Handelsregister eintragen ließ, steckte die Rundfunkgeräteproduktion bereits in einer enormen Aufschwungphase, seitdem auf Anregung des nationalsozialistischen Propagandaministeriums von allen Geräteproduzenten baugleich ein billiges Rundfunkgerät, der Volksempfänger (Einkreisempfänger für Mittelwelle), hergestellt wurde. Während es 1928 etwa 2 Mio. Rundfunkteilnehmer in Deutschland gab, stieg die Zahl bis 1934 auf 5 Mio., auf 8,1 Mio. 1937 und auf 12,5 Mio. im Jahre 1939. Dementsprechend war ein enormer Produktionsbedarf für Rundfunkgeräte vorhanden. Der niederländische Konzern Philips N.V. hatte bereits mit der Gründung der Deutschen Philips GmbH und der Eröffnung einer Produktionsstätte in Berlin-Charlottenburg im Jahre 1926 sowie mit dem Erwerb der Hamburger Radio-Röhren-Fabrik GmbH C.H.F. Müller (seit 1932 als Valvo Radioröhrenfabrik GmbH firmierend) 1927 auf dem deutschen Markt Fuß gefasst.
    
    Die Aachener Produktionsstätte wurde in den leer stehenden Gebäuden der ehemaligen Tuchfabrik Joh. Erckens Söhne GmbH (siehe bei -> »weiter«) untergebracht, die 1932 in Konkurs gegangen war. Das historische Foto zeigt das Betriebsgebäude um 1936. Bereits 1934 erfolgte die erste Auslieferung eines »Superhets«, eines Vier-Röhren-Geräts, das zu einem Preis von 320 RM erworben werden konnte. Kurze Zeit später wurde die Produktionsreihe der »Aachener Super« der Serien »D 45« bis »D 63 T« gestartet. Mit diesem Produkt entwickelte sich die Produktionsstätte in der Aachener Jägerstraße zu einem der angesehendsten Standort der deutschen Rundfunkindustrie. Die Herstellung dieser Geräteserie wurde 1940 eingestellt, nachdem die Umstellung der Produktion auf den Volksempfänger befohlen worden war und jetzt nur noch der »DKE38« (Deutscher Klein-Empfänger) gebaut wurde. Nach dem schweren Bombenangriff auf den Aachener Stadtteil Burtscheid im April 1944 wurde auch der Rest der Rundfunkgerätefabrik aus der Jägerstraße nach Thüringen verlagert. Nach dem Krieg kehrte dieser Produktionszweig nicht mehr nach Aachen zurück, sondern siedelte sich in Wetzlar an.
    
    In den zerstörten und teilweise wieder instandgesetzten Anlagen auf der Jägerstraße begannen ehemalige Mitarbeiter der Radio-Apparatefabrik im August 1945 mit den Aufräumarbeiten. Mit Erlaubnis der Militärregierung konnte 1946 eine Glühlampenfabrikation aufgenommen werden. Seit 1949 wurde auf einer Industriebrache im Aachener Stadtteil Rothe Erde verlegt eine neue Produktionslinie von Philips-Fabriken aufgebaut (siehe bei -> »weiter«). 1953 wurde auch die Glühlampenfertigung aus der Jägerstraße dorthin verlegt. In der Jägerstraße verblieb noch bis 1963 die Forschungsgruppe, die dann in einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Guts Bodenhof an der Aachener Eupener Straße übersiedelte. Sie bildete den Kern des Standortes Aachen der 1964 neu gegründeten Philips Zentrallaboratorium GmbH.

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Quelle(n)/Text:
• www.radiomuseum.org/dsp_hersteller_detail.cfm?company_id=639 (abgerufen am 22.06.2015)
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