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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Hamm-Mühle
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Hamm-Mühle
 
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Foto(s) vom:
25.01.2008
 
© 2008 Norbert Gilson
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erbaut: 1870 / 1922
   
Die Hamm-Mühle wurde 1592 als „Kupfermühle″ zur Messingverarbeitung von Mathias Peltzer erbaut. Nach Ende der französischen Verwaltung soll sie mit zwei Flachhämmern zur Herstellung von Plattenmessing, einem Tiefhammer zur Anfertigung von Kesseln sowie einem Drahtzug ausgerüstet gewesen sein. Der Drahtzug wurde bis 1867 von der Familie Schleicher betrieben. In dem Gebiet um die Mühle, als »Hamm-Busch« bezeichnet, wurde auch Kohle gefördert, die über die sogenannte »Kohlbahn« über den Hammberg nach Verlautenheide und in Richtung Würselen transportiert wurde.
    
    Vermutlich 1870 wurde in den Gebäuden der Hamm-Mühle ein Textilbetrieb mit Wollwäscherei und Färberei und wahrscheinlich auch einer Spinnerei eingerichtet. Jedenfalls wurde die Firma Philipps & Mathée im Jahre 1870 gegründet. Von ihr erwarb die in Aachen ansässige Aktien-Spinnerei Aachen (siehe bei -> »weiter«) im Jahre 1919 das Areal. 1922 ließ die Aktien-Spinnerei hier einen hochmodernen Spinnerei-Neubau errichten, der über einen eigenen Bahnanschluss und eine eigene Energieversorgung verfügte. 1925 waren in den beiden Zweigbetrieben in Aachen und in Hamm-Mühle etwa 30 Assortiment-Spinnmaschinen und 50 Selfaktoren mit insgesamt 20.000 Spindeln in Betrieb. Neben der Garnproduktion waren hier außerdem Wollwäsche, Karbonisierung, Wollreißerei und Färberei angesiedelt. Der Zweigbetrieb der Aktien-Spinnerei war Mitte der 1920er Jahre das größte Stolberger Unternehmen der Textilindustrie. 1928 wurde das Unternehmen von dem Textilindustriellen Emil Adolff aus Backnang erworben.
    
    Nach dem Verlust des größten Teils des Maschinenparks und fast des gesamten Rohmaterialienbestandes im Herbst 1944 erlebte das nun unter Süddeutsche Spinnerei GmbH firmierende Unternehmen am Ende der 1940er Jahre wieder einen Aufschwung. 1956 waren 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und es wurden feingesponnene Merino-Garne für die Web-, Wirk- und Strickerei-Industrie sowie Spezialgarne aus Angora und Mohair hergestellt, die in der angeschlossenen Appreturanstalt veredelt wurden. Als Tochterunternehmen war damals auf dem Betriebsgelände auch die ebenfalls im Besitz der Familie Adolff befindliche Adler-Tuch GmbH als Vertriebsgesellschaft ansässig.
    
    Nach der Stilllegung des Textilbetriebs wurde das Areal in einen Gewerbepark umgewandelt. Die historische Bausubstanz wurde inzwischen stark verändert. Markantes Kennzeichen des Gewerbeparks ist das 1922 für die Eigenerzeugung von Energie errichtete Kesselhaus.

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Quelle(n)/Text:
• Richard Hamacher, Die Entwicklung der Stolberger Industrie ohne Berücksichtigung der Messingindustrie seit 1815, Stolberg 1956
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