Impressionen aus der Datenbank
User Online: 1 | Timeout: 24:24Uhr ⟳ | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Home | Info | Startseite | Logout | AAA  Mobil →
Datensätze des Ergebnisses
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen
Anfang der Liste Ende der Liste
1. Historische Bauten / Objekte
zu Favoriten hinzufügen Anmerkung Db TechTour Merken
Bauwerk / Objekt:
Tuchfabrik Joh. Erckens Söhne GmbH
Adresse:
Jägerstraße / Bendstraße 16
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
31.10.2007
-:
    
erbaut: um 1860 / Erweiterung um 1910
    
Die Fabrik ging aus einer Weberei hervor, die Christoph Friedrich Erckens (1740-1805) in Burtscheid gegründet hatte. Seine Söhne führten den väterlichen Betrieb noch bis 1830 gemeinsam fort und begründeten in diesem Jahr zwei eigenständige Unternehmen. Johann Melchior Erckens blieb mit seinem Betrieb am ursprünglichen Sitz der Weberei in Burtscheid (siehe bei -> »weiter«). Sein Sohn Oskar Erckens übernahm den Betrieb 1848 und führte ihn zunächst mit seinem Schwager Friedrich Lochner weiter, ab 1850 dann allein unter dem Namen Johann Erckens Söhne. Damals wurden zur Erweiterung Neubauten am Wingertsberg (heute Bendstraße 16) erstellt. Das viergeschossige, in fünf Achsen errichtete Fabrikgebäude (Fotos 1 und 2) mit Backsteinfassade (geschlämmt), durch Lisenen gegliedert, weist Fensterbänke in Blaustein auf. Deutlich sichtbar sind die auf den Lisenen sitzenden Telleranker.
    
    1858 war der Betrieb mit über 100 Handwebstühlen ausgerüstet und 1863 waren 10 Spinnassortiments vorhanden. Auf den Weltausstellungen in Paris (1855), London (1862), Philadelphia (1872) und Melbourne (1888) stellte das Unternehmen seine Erzeugnisse aus und wurde mehrfach mit Medaillen ausgezeichnet. Von der traditionsreichen Burtscheider Tuchfabrik Isaac von Loevenich hatte die Firma das Rezept für das „Kardinalsrot″ erworben und war an deren Stelle als Lieferant des Vatikans getreten. Kunde war auch die New Yorker Polizei.
    
    Mitte der 1870er Jahre wurde der Betrieb erneut um eine neue Rotfärberei und eine neue Weberei mit eigener Dampfmaschine erweitert. Die Söhne von Oskar Erckens (gest. 1901), Johann Oskar und Johann Alfred, wandelten das Unternehmen 1907 in eine GmbH um und errichteten kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs einen großen Neubau für Weberei und Nassappretur (Bilder 3 bis 9).
    
    Das seit 1928 zur TOGA ------- Vereinigte Webereien AG gehörige Unternehmen war 1930 mit rund 600 Arbeitern und Angestellten die zweitgrößte Aachener Tuchfabrik. Infolge des Konkurses der TOGA wurde der Betrieb am 8. Februar 1932 stillgelegt und nicht wieder eröffnet. In den leer stehenden Gebäuden siedelte sich 1934 die Apparate-Fabrik Aachen der Deutschen Philips GmbH (siehe bei -> »weiter«) an, die hier ihre Rundfunkgeräteproduktion aufnahm.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle(n)/Text:
• Landeskonservator Rheinland (Hrsg.), Denkmälerverzeichnis. 1.2. Aachen. Übrige Stadteile, Köln 1978
Informationsstand:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
weiter:
 
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Kategorie:
Denkmal (Baudenkmal)
Schlagworte:
Stichwörter:
Land/Kreis/Ort:
Adresse:
 


Anfang der Liste Ende der Liste
Permalink zu diesem Treffer
X Permalink öffnen