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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Radio-Werke Metz, Transformatoren- und Apparatefabrik (Verwaltung)
Adresse:
Ritterstraße 5
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
23.05.2010
 
© 2010 Norbert Gilson
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erbaut: um 1950
    
Die Gründung des Unternehmens geht auf das Jahr 1938 zurück, als Paul Metz die Transformatoren- und Apparatefabrik Metz gründete. Zunächst wurden Regelaggregate, Transformatoren und spektralanalytische Geräte hergestellt, im Krieg auch UKW-Sende- und -Empfangsanlagen.
    
    Nach dem Krieg nahm das Unternehmen, das 1951 als Radio-Werke Metz, Transformatoren- und Apparatefabrik firmierte, die Produktion von Rundfunkgeräten auf. Der erste Apparat war der Einkreisempfänger »Postillon«, 1948 folgten der Vierkreis-Super (Überlagerungsempfänger) »Kurier« und der Sechskreisempfänger »Meistersinger«. Im Stil der Zeit wurde ab 1949 auch ein Musikschrank mit Plattenspieler ins Programm aufgenommen. Der 1950 auf den Markt gekommene tragbare Mittelwellen-Rundfunkempfänger »Baby« war das weltweit kleinste Gerät dieser Art.
    
    1952 wurde die Produktpalette um elektronische Foto-Blitzgeräte erweitert. 1954 kam schließlich auch die Herstellung von Fernsehgeräten hinzu. Für einen der ersten Metz-Fernseher, das Modell »702«, musste man 1954 knapp 800 DM auf den Tisch legen. Mit diesem Produktumfang gehörte die Firma seitdem zu den führenden Unternehmen der Branche.
    
    Das Verwaltungsgebäude entstand Ende der 1940er / Anfang der 1950er Jahre in der Ritterstraße in Fürth. 1966 wurde im benachbarten Zirndorf ein neues TV-Werk errichtet, in dem 1967 auch der erste Farbfernseher vom Band lief. Erst 2005 erfolgte hier der Umstieg von der Röhrengeräte-Produktion auf die moderne LCD-Technik. Das Familienunternehmen, das weiterhin in Zirndorf produziert, behauptet sich am Markt mit hochwertiger Technik und erstklassigem Kundendienst. Eine wichtige Marktnische besetzte das Unternehmen auch mit der Produktion von speziell auf Digitalkameras abgestimmten Blitzgeräten.
    
    Aufgrund eines Ende 2014 eröffneten Insolvenz-Verfahrens wurde das Unternehmen inzwischen an zwei Investoren verkauft. Während die TV-Produktion von dem chinesischen Unternehmen Skyworth fortgeführt werden solll, kommt die Blitzgeräte-Sparte künftig unter das Dach der in Fürth ansässigen Daum Electronic.

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Quelle(n)/Text:
• Stadt Fürth (Hrsg.), Fürth 1946 - 1955. Wiederaufbau eines Gemeinwesens. Entwicklung zur Großstadt, Fürth 1956
• Josef Stelzer, »Des passt scho«. Das kleine Familienunternehmen Metz behauptet sich erfolgreich gegen die asiatischen Elektrokonzerne; in: Die ZEIT, Nr. 11, 10. März 2011
• Georg Schöllhorn (Red.), Elektrotechnik in Nordbayern. Eine Dokumentation. 75 Jahre VDE-Bezirksverein Nordbayern e.V., Nürnberg 1986
• Aus der Produktion; in: Die ZEIT, Jg. 1951, Ausgabe 12, 22. März 1951 (http://www.zeit.de/1951/12/aus-der-produktion, abgerufen am 01.06.2015)
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