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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Heizkraftwerk Niederrad
Adresse:
Lyoner Straße 8
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
23.02.2008
 
© 2008 Norbert Gilson
-:
    
erbaut: 1966-67
Architekt: Friedrich Ernst von Garnier (Design)
Ausführung: Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG)
    
Die Stromversorgung der seit Mitte der 1960er Jahre neu entstehenden Bürostadt Niederrad, der in der Nähe gelegenen Universitätskliniken sowie des expandierenden Flughafens machten die Errichtung eines neuen Kraftwerks erforderlich. Die Lage inmitten der Stadtteile Niederrad und Goldstein bot die Möglichkeit, in Kraft-Wärme-Kopplung die Stromerzeugung umweltfreundlich mit der Wärmeversorgung der umliegenden Wohn- und Bürogebäude zu verbinden.
    
    Der Bau wurde von der AEG als voll schallisolierter Stahlbetonkörper ohne Fenster auf einer Grundfläche von rund 20.000 qm geplant und ging im Frühjahr 1967 zunächst mit einer Mitteldruckkesselanlage in Betrieb. Im Herbst 1967 folgten der Hochdruckkessel, der für eine Stundenleistung von 230 t Dampf (175 atü, 535°C) ausgelegt war, und die Turbine mit 62 MW Leistung. Als Brennstoffe kamen Erdgas und Schweröl zum Einsatz, wobei Schweröl nur an kalten Tagen verwendet wurde, wenn der Gasverbrauch in Frankfurt und Umgebung besonders hoch war. Das Kraftwerk erhielt eine 100 m hohe Stahlbeton-Schornsteinsäule. Die Säule konnte drei Stahlblechrauchgasröhren aufnehmen. Außerdem wurde auf eine hohe Austrittsgeschwindigkeit der Rauchgase aus den Röhren Wert gelegt, so dass auch bei Inversionswetterlagen Rauchgas- und Rußbelästigungen vermieden werden konnten.
    
    Zusammen mit dem Kraftwerk West in der Gutleutstraße (siehe bei -> »weiter«) und dem Umspannwerk „Berger Warte″, wo der 220-kV-Anschluss an das Netz der Preußenelektra erfolgte, stellte das Kraftwerk Niederrad den dritten Eckpfeiler der Stromversorgung Frankfurts dar. Mit dem Kraftwerk West und dem Umspannwerk wurde das Kraftwerk Niederrad über 110-kV-Kabel gekoppelt. An das vom Kraftwerk ausgehende Fernwärmenetz wurde außer den Siedlungen in Nied, Schwanheim, Goldstein, der Heimatsiedlung, den Neubauten des Universitätsklinikums und den AEG-Forschungsstätten in Niederrad auch der Frankfurter Flughafen über eine 8 km lange Fernwärmeleitung angeschlossen.
    
    Die Anlage wurde in der Folgezeit mehrfach erweitert und modernisiert, zuletzt im Jahre 2004 durch Aufstellung einer hoch effizienten Gasturbine.

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Quelle(n)/Text:
• Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.), Route der Industriekultur Rhein-Main. Frankfurt am Main - Süd, Frankfurt 2006
• Fernwärme für den Rhein-Main-Flughafen. Heizkraftwerk Frankfurt-Niederrad läuft in wenigen Wochen an; in: Energiewirtschaftliche Tagesfragen 17(1967), Heft 9, S. 341-342
• Karl Jung, Das Heizkraftwerk Frankfurt-Niederrad; in: Elektrizitätswirtschaft 66(1967), Heft 2, S. 39-40
Informationsstand:
 
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weiter:
Link:
aktuelle Informationen über das Heizkraftwerk Niederrad auf der Website der Mainova AG
 
 
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