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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
J. G. Mouson & Cie.
Adresse:
Mousonstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
20.04.2007 / 24.02.2008
 
© 2007/08 Norbert Gilson
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erbaut: 1921-26
Architekten: Gärtner / Robert Wollmann
    
Ende 1798 erhielt der aus Berlin gebürtige Friedrich August Mouson die Konzession zum Betrieb einer Seifen- und Lichterfabrik in der Frankfurter Breiten Gasse. Nach dem Tod von Friedrich August Mouson übernahm sein Sohn Johann Georg das väterliche Geschäft. 1843 nahm er den Kaufmann Friedrich Bachfeld als Teilhaber in die neue Firma auf, die jetzt die Bezeichnung J. G. Mouson & Cie. führte. Der bisher begrenzte Produktionsumfang wurde auf Toilettenseifen und Parfümerien ausgedehnt, die den späteren Weltruf der Firma begründeten.
    
    Das Auftragsvolumen stieg stetig an und Ende der 1870er Jahre überstieg der weitere Raumbedarf die Erweiterungsmöglichkeiten in der beengten Innenstadtlage. Es fiel die Entscheidung für einen Fabrikneubau am Bergweg, der heutigen Mousonstraße. Neben den eigentlichen Produktionsräumen, der Seifensiederei und dem Saal mit den Verarbeitungsmaschinen, war in dem rechtwinklig angelegten Hauptgebäude ein Laboratorium, ein großer Arbeitssaal zum Verpacken und Etikettieren sowie ein Packraum mit Comptoir und Lager untergebracht. Ein separates Kesselhaus mit Dampfmaschine lieferte den benötigten Prozessdampf und die Betriebskraft.
    
    In den Jahren 1921 bis 1926 wurde die Fabrikanlage unter Berücksichtigung der vorhandenen Bausubstanz erweitert. Damals entstand der »Mouson-Turm« (Fotos 1 und 2) mit einer expressionistisch gestalteten Klinkerfassade. Der Turm, damals als das»erste Hochhaus Frankfurts« gefeiert, überragt das in Stufen bis zu siebengeschossiger Höhe aufsteigende Fabrikgebäude an der Waldschmidtstraße, in dem die Seifenproduktion untergebracht wurde.
    
    Nach knapp zweihundertjähriger Geschäftstätigkeit in Familienbesitz fusionierte die J. G. Mouson & Cie. 1974 mit der Quandt-Gruppe. Sie ging in der Firma Jade-Cosmetic auf und gehörte ab 1979 kurzfristig als Tochterunternehmen der Cassella AG zur Farbwerke Hoechst AG. Nach nochmaligem Verkauf wurde das Unternehmen schließlich liquidiert. Die Produktionsanlagen wurden bereits Ende der 1970er Jahre bis auf den Mouson-Turm abgerissen. Auf dem Gelände wurde später ein Seniorenwohnheim errichtet. Das »Kulturzentrum Mousonturm« ist heute Sitz eines freien Theaters.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Fabrikarchitektur in Frankfurt am Main 1774 - 1924. Die Geschichte der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, Frankfurt am Main 1986
• Peter Schirmbeck (Hrsg.), Route der Industriekultur. 40 Stationen zwischen Bingen und Aschaffenburg, Frankfurt am Main 2003
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