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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Neuman & Esser KG
Adresse:
Claßenstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
16.12.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: 1888 / spätere Erweiterungen
    
Das Gründungsgeschichte des Unternehmens reicht bis in die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Der Kupferschläger Johann Leonhard Neuman aus Eupen ließ sich 1821 in Aachen nieder und gründete nach gemeinsamer Tätigkeit mit einem Kompagnon und Führung einer eigenen Werkstatt zur Maschinenreparatur schließlich im Herbst 1830 zusammen mit Peter Lambert Daelen die Maschinenfabrik J. L. Neuman & Cie. Nachdem Daelen wenige Monate nach Eröffnung der Fabrik gestorben war, trat der Schwager von J.L. Neuman, Theodor Esser, in das Geschäft ein. Seit 1844 firmierte das Unternehmen dann unter dem Namen Neuman & Esser.
    
    Beim Betrieb der Reparaturwerkstatt hatte J.L. Neuman umfangreiche Kenntnisse in der Maschinenkonstruktion gewonnen. Unter dieser Voraussetzung wurden nun hydraulische Pumpen und Feuerlöschgeräte produziert und sogar Glocken gegossen. Bald machte sich das Unternehmen auf dem Gebiet der Produktion von stehenden Dampfmaschinen (Balancier-Maschinen) in ganz Deutschland einen Namen. Seit 1844 verfügte das Unternehmen auf seinem Grundstück am Hirschgraben in Aachen auch über eine Eisengießerei mit zwei Kupolöfen. Nach dem Tod von J.L. Neuman im Juni 1848 wurde Theodor Esser der alleinige Leiter.
    
    1888 siedelte das Unternehmen auf das Neubaugelände „vor Ponttor″ an der heutigen Claßenstraße über. Damals entstanden das dreigeschossige fünfachsige Verwaltungsgebäude (Fotos 1 und 2) sowie die große Produktionshalle (Fotos 3 und 4), die bis 2012 erhalten blieben. Neben dem Bau von Dampfmaschinen wurde die Fabrikation von Bergwerksmaschinen wie Kompressoren und Fördermaschinen sowie von Vacuum-Pumpen für die chemische und Zuckerindustrie zum Spezialgebiet des Unternehmens. Dieses Produktionsprogramm war zunächst vor allem auf den Bedarf der im Rheinland gelegenen Industriebetriebe ausgerichtet, unter denen die Steinkohlenbergwerke und die Zuckerfabriken eine bedeutende Stellung einnahmen. Die Geschäftsverbindungen des Unternehmens dehnten sich bis 1914 jedoch auf viele europäische Länder und bis nach Russland aus. 1922 beschäftigte die Firma 200 Arbeiter und Angestellte, verfügte über eine eigene elektrische Zentrale und einen eigenen Bahnanschluss.
    
    Nachdem Oskar Peters in das Unternehmen eingetreten und 1893 zum alleinigen Teilhaber geworden war, blieb das Unternehmen mit der Familie Peters verbunden. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Fabrikanlagen stark zerstört, während das Verwaltungsgebäude größtenteils unversehrt blieb.
    
    1971 verlegte das Unternehmen Sitz und Betriebsanlagen in das rund 30 km nördlich von Aachen gelegene Übach-Palenberg, einen traditionsreichen Ort des ehemaligen Aachener Steinkohlenreviers. Hier ist das Unternehmen auch heute noch ansässig. Bevorzugtes Spezialgebiet der Produktion ist weiterhin der Bau von Verdichtern und Kompressoren. Die Aachener Produktionsanlagen wurden danach von der Technischen Hochschule genutzt, bis sie 2012 abgerissen wurden, um an ihrer Stelle ein neues Hörsaalgebäude zu errichten.

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Quelle(n)/Text:
• Ingrid Bauert-Keetmann, 125 Jahre Neuman & Esser Maschinenfabrik Aachen. 1830 - 1955, Mönchengladbach 1955
Informationsstand:
 
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