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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
I.G. Farbenindustrie AG (Hauptverwaltung)
Adresse:
Grüneburgplatz
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
07.04.2006
 
© 2006 Norbert Gilson
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erbaut: 1928-31
Architekt: Hans Poelzig
Ausführung: C. H. Jucho / Flender AG / Eisenbau Bleichert
    
Nachdem Ende 1925 aus einer größeren Zahl deutscher Chemieunternehmen die I.G. Farbenidustrie AG entstanden war und das Unternehmen 1928 seine Zentralverwaltung nach Frankfurt am Main verlegt hatte, wurde der Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf einem Grundstück im südöstlichen Teil des Grüneburgparks in Angriff genommen. Für die architektonische Gestaltung schrieb das Unternehmen einen beschränkten Wettbewerb unter fünf Architekten bzw. Büros aus. Teilnehmer waren Paul Bonatz (Stuttgart), Fritz Hoeger (Hamburg), Jacob Koerfer (Köln), Ernst May / Martin Elsaesser (Frankfurt) und Hans Poelzig (Berlin). Das aus Vertretern des Unternehmens zusammengesetzte Preisgericht erkannte Poelzig den ersten Preis zu.
    
    Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse wurde als Konstruktion ein Stahlskelettbau mit Backsteinausmauerung und Travertinverkleidung vorgesehen. Die Gründung erfolgte im Wesentlichen auf Eisenbeton-Streifenfundamenten von durchschnittlich 1 m Stärke. Mit der Lieferung der für die Konstruktion benötigten rund 5.000 t Baustahl »St 37« wurden drei Firmen beauftragt, in deren Händen auch die Erstellung der Stahlskelettkonstruktion lag: C. H. Jucho (Dortmund), Flender AG (Düsseldorf-Benrath) und Eisenbau Bleichert (Neuss). Den Grundriss des 10,90 m breiten Gebäudes bildet ein 250 m langer Kreisbogen. Der 9-geschossige Gebäuderiegel wird von sechs radial angeordneten Querflügeln von jeweils 50 m Länge durchbrochen. In dem Hauptbau wurden Büros und die großen Sitzungssäle untergebracht.
    
    Daneben entstanden weitere Nebengebäude. In 105 m Abstand vom Hauptbau in nördlicher Richtung wurde das Wirtschaftsgebäude mit Speisensälen für 1.600 Personen positioniert. In östlicher Richtung vom Hauptgebäude wurde ein Laborgebäude für die Versuchslaboratorien mit 2.000 qm Grundfläche errichtet. Außerdem umfasste die Anlage ein Heizkraftwerk, einen Garagenhof für 100 Wagen, ein Pförtnergebäude und weitere kleinere Nebenbauten.
    
    Nach dem Ende des Zweiten Welkriegs nahm die amerikanische Militärverwaltung das Gebäude in Beschlag. Seit 2001 beherbergt der Bau einen Teil der Johann Wolfgang Goethe-Universität.

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Quelle(n)/Text:
• Heike Risse, Frühe Moderne in Frankfurt am Main 1920 - 1933, Frankfurt am Main 1984
• Zimmermann, Das Verwaltungsgebäude der I.G. Farbenindustrie AG, Frankfurt a.M.; in: Der Stahlbau 4(1931), Heft 1, S. 1-4
• Stadt Frankfurt am Main (Hg.): Route der Industriekultur Rhein-Main. Frankfurt am Main - Mitte. 31 Objekte der Industriegeschichte in Frankfurt am Main / Mitte, (Lokaler Routenführer, Nr. 16), Frankfurt am Main 2006
Informationsstand:
 
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Link:
Geschichte des I.G. Farben-Konzerns bei Wikipedia
 
Link:
Ausführliche Informationen über das »I.G.-Farben-Haus« bei Wikipedia
 
 
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Kategorie:
Denkmal (Baudenkmal); Industriehistorisch bedeutendes Bauwerk
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