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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Tuchfabrik C. Delius
Adresse:
Deliusstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
05.10.2007 / 16.12.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: 1906
Architekt: Georg Wilhelm Mönkemeyer
    
Der Neubau der Tuchfabrik C. Delius wurde als viergeschossiger Ziegel-Putzbau mit gebogener Fassade errichtet, um die mittlerweile stark zerstreuten Teilbetriebe zentral zusammenzufassen. Der 1821 in Salzkotten geborene Carl Delius hatte 1851 seinen Betrieb von Imgenbroich (heute Monschau) nach Aachen verlegt und betrieb hier eine Weberei mit angeschlossener Walke, Rauherei und einem Scherwinkel. Stetige Vergrößerungen machten in der Folgezeit häufige Wechsel in größere Betriebslokale und eine Aufspaltung in Teilbetriebe erforderlich.
    
    Der viergeschossige Ziegel-Putzbau mit gebogener Fassade in einer Mischung aus gotisierenden Schmuckformen und Jugendstilelementen weist zur Deliusstraße hin 17, zur Mauerstraße drei Doppelachsen auf. Die Ecke Deliusstraße / Mauerstraße ist turmartig betont (Fotos 2 und 3). Auch das Gebäude Jakobstraße 126 bzw. 136-146 (Foto 7) mit Einfahrt zum ehemaligen Fabrikgelände gehörte zur Tuchfabrik Delius.
    
    Die Tuchfabrik Delius entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Unternehmen der Branche. Sie umfasste Streichgarnspinnerei, Weberei, Färberei und Appretur. Weltruf erlangte sie durch die Herstellung feinster Tuche für die Damenoberbekleidung. Zu Beginn der 1920er Jahre lagen ihre Hauptabsatzgebiete im ehemaligen Österreich-Ungarn, in Italien, Frankreich, England, in der Schweiz und in Nord- und Südamerika. Infolge der heftigen Konkurrenzsituation in der deutschen Tuchindustrie gliederte sich das Unternehmen 1928 der TOGA ------- Vereinigte Webereien AG an, zu der sich acht deutsche Fabrikationsbetriebe zusammengeschlossen hatten. Im Februar 1932 wurde der Betrieb, mit damals etwa 900 Beschäftigten die größte Aachener Tuchfabrik, in den Zusammenbruch der TOGA hineingerissen und stillgelegt. In den folgenden Jahren erlebte das Gebäude unterschiedliche Nutzungen, unter anderem als Fabrikgebäude der Schokoladenfabrik »Trumpf«. Nach einem 1982 aufgestellten Planungsentwurf wurden in dem Gebäude, unter Umbau der ursprünglichen Fensterfront der 1. und 2. Etage in Loggien, Mietwohnungen eingerichtet.

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Quelle(n)/Text:
• Meyer, Lutz-Henning, Bericht über die Denkmalpflege in der Stadt Aachen; in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 96(1989), S. 448-449
• Landeskonservator Rheinland (Hrsg.), Denkmälerverzeichnis. 1.1. Aachen Innenstadt mit Frankenberger Viertel, Köln 1977
• Deliusfabrik; in: Denkmalpflege im Rheinland 4(1987), Heft 3
Informationsstand:
 
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Kategorie:
Denkmal (Baudenkmal)
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