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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Großes Haus von Aachen (»Kelmishaus«)
Adresse:
Pontstraße 13
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
19.12.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: 15. Jhd.
    
Das „Große Haus von Aachen", wie das Gebäude früher genannt wurde, ist das älteste Beispiel der in Aachen oft ausgeführten Bauten in einer Kombination von Ziegelmauerwerk und Naturstein, dem sogenannten Materialstil. Am Ende des 15. Jahrhunderts erwarb der spätere Aachener Schöffe Heinrich Dollart das Haus. Dollart wurde auch durch seine Unternehmertätigkeitin der frühneuzeitlichen Metallindustrie berühmt. 1497 nahm er von Vinzenz von Efferen, dem Herren der zum Herzogtum Jülich gehörenden Unterherrschaft Stolberg, ein Hammerwerk an der Vicht in Erbpacht, den späteren Dollartshammer, um dort Kupfer, Eisen, Blei, angeblich auch Gold und Silber zu verarbeiten. 1508 wurde Dollart allerdings aus unbekannten Gründen in Aachen hingerichtet.
    
    Die Geschichte des Hauses blieb zunächst mit der Metallverarbeitung verbunden. 1526 erwarb Arnold Proenen das Haus für die Firma Schetz, eine bedeutende Handelsfamilie, die als Handelsbevollmächtigte der Fugger-Compagnie (Augsburg) in Antwerpen eine große Niederlassung betrieb und vor allem im Galmei- und Messinghandel engagiert war. Das Haus wurde nun im Volksmund nach der mundartlichen Bezeichnung für Galmei einfach »Kelmishaus« genannt. Aus diesen Kelmishäusern, von denen es in Aachen noch mehrere, allerdings weniger bedeutende gab, bezogen die Kupfermeister ihren Galmeibedarf. Der Stern der Firma Schetz sank nach 1550, als sie in Zahlungsschwierigkeiten geriet. 1630 war das Haus noch im Besitz des Kupfermeisters Heinrich Vignon, der es 10 Jahre nach dem Stadtbrand von 1656, bei dem das Haus unbeschädigt blieb, an die Stadt verkaufte. Seitdem erlebte es die unterschiedlichsten Nutzungen, unter anderem als Weinkeller des Weinhändlers Nikolaus Brammartz, als Stadtwaage, als Zollamt unter der französischen Verwaltung, dann als Salzfaktorei (Salzlager), später als Polizeipräsidium, danach als Städtisches Kunstgewerbemuseum, als Verwaltungsstelle der Besatzungstruppen nach dem Ersten Weltkrieg, als Städtisches Heimatmuseum und schließlich, seit 1931, als Zeitungsmuseum.

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Quelle(n)/Text:
• Albert Huyskens, Das alte Aachen, seine Zerstörung und sein Wiederaufbau. Hrsg. im Auftrage des Aachener Geschichtsvereins. (Aachener Beiträge für Baugeschichte und Heimatkunst, Bd. 3), Aachen 1953
• Peter Hermann Loosen, Aus dem alten Aachen. Historische Skizzen oder Aachener Geschichte in Geschichten, 4., völlig neu überarb. Aufl., Aachen 1982
Informationsstand:
 
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