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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Tuchfabrik Ignaz van Houtem
Adresse:
Karlsgraben 49
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
16.12.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: um 1775
Architekt: Johann Joseph Couven
    
Das mächtige Blausteinportal ist der einzige Überrest der alten Tuchfabrik Ingnaz van Houtem. Das hinter dem Portal gelegene Gelände gehörte Mitte des 18. Jahrhunderts dem holländischen General Freiherr Berghe von Trips, der hier als Alterssitz ein repräsentatives Wohnhaus, das „Eysser Haus", mit einem großen Garten errichten ließ. Als Aachen im ausgehenden 18. Jahrhundert das Bad der großen Welt Europas war, stand das Haus im Mittelpunkt exklusiven gesellschaftlichen Lebens und Kurgäste aus den höchsten Kreisen Europas waren hier zu Gast.
    
    Nach dem Tod des Generals (1773) verkaufte seine Witwe das Anwesen an den Tuchfabrikanten Heinrich van Houtem. Er ließ das Haus erweitern und für die Zufahrt vom Karlsgraben das Prunktor anlegen. Ursprünglich schlossen sich zu beiden Seiten des Tors Gartenmauern an. Südlich anschließend an den Garten, am Johannisbach, ließ van Houtem seine Tuchfabrik mit einem Teich als Wasserreservoir für die Kraftversorgung errichten. Im rückwärtigen Teil dehnten sich die „Rahmenbenden" aus, Wiesen, auf denen große Holzrahmen zum Trocknen der Tuchbahnen nach dem Walken aufgestellt waren. Nach dem Tod Heinrich van Houtems übernahm sein Sohn Ignaz van Houtem die Fabrik. Unter seiner Regie entwickelte sie sich mit 292 Arbeitern (1810) zu einem der größten Betriebe Aachens. Von der französischen Verwaltung wurde van Houtem in mehrere öffentliche Ämter berufen. 1804 stattete Napoleon bei seinem Aachen-Aufenthalt der Fabrik einen Besuch ab. Nach dem Tod von Ignaz von Houtem (1812) führte seine Witwe das Unternehmen noch bis zu ihrem Tod (1839) weiter, in der nachfolgenden Generation wurde das Fabrikgeschäft jedoch aufgegeben. 1857 erwarb der Tuchfabrikant Johann Friedrich Lochner die Fabrikanlage und das „Eysser Haus". Dessen Sohn Emil Lochner legte im Zuge des Ausbaus der Tuchfabrik (siehe bei -> »weiter«) quer durch den Garten die Mauerstraße und die Lochnerstraße an, dabei wurden der Teich zugeschüttet und der Johannisbach kanalisiert. Als Ausgleich für das Verschwinden des Gartens unterstützte Emil Lochner damals die Anlage eines Zoologischen Gartens, aus dem später der Westpark entstand. Nachdem die Tuchfabrik bereits vor dem Ersten Weltkrieg stillgelegt worden war, wurde die „Villa Lochner", das ehemalige „Eysser Haus", 1930 an den Reichsfiskus verkauft und später von der TH Aachen zur Einrichtung des Instituts für Gesteinshüttenkunde erworben.

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Quelle(n)/Text:
• Karl Faymonville u.a. (Bearb.), Die Kunstdenkmäler der Stadt Aachen. III. Die profanen Denkmäler und die Sammlungen der Stadt Aachen. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Bd. 10), Nachdruck Düsseldorf 1981
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