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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Ziehl-Abegg Elektrizitäts-Gesellschaft mbH
Adresse:
An der Industriebahn 12 - 16 / Nüßlerstraße 24 - 25
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
19.04.2012
 
© 2012 Norbert Gilson
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erbaut: 1921-39
Architekten: Bruno Buch, Karl Herrmann
    
Die Ziehl-Abegg AG ist heute eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Luft- und Antriebstechnik. So werden seit 2012 unter anderem Radnabenantriebe für elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge gebaut.
    Das Hauptwerk befindet sich seit 1949 in Künzelsau. Hier sind rund 1.500 Mitarbeiter beschäftigt, weltweit sind es mehr als 3.000. In einem modernen Entwicklungszentrum arbeiten mehr als 100 Ingenieure und Techniker.
   
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Gegründet wurde das Unternehmen 1910 in der damals noch selbständigen Gemeinde Weißensee vor den Toren Berlins als Ziehl-Abegg Elektrizitätsgesellschaft mbh von den beiden Ingenieuren Emil Ziehl und Eduard Abegg. Emil Ziehl war nach einem Studium an der Technischen Hochschule in Charlottenburg mehrere Jahre als Chefkonstrukteur und Oberingenieur für Elektromaschinenbau bei der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) und anschließend bei der Berliner Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft vorm. L.Schwartzkopff tätig gewesen. 1897 hatte er einen Außenläufermotor entworfen, der zur ersten Grundlage des Unternehmenserfolgs wurde. Der Geschäftsführer Eduard Abegg verließ das Unternehmen schon bald nach der Gründung.
    
    Die ersten Schritte der Fabrikation wurden in gemieteten Räumen in der Langhansstraße in Weißensee vollzogen. Schon nach vier Jahren erforderte die lebhafte Nachfrage eine Produktionsausweitung. Auf einem größeren Gelände mit Gleisanschluss an der Industriebahn in Weißensee entstand eine modern ausgestattete Fabrik, deren Inbetriebnahme während des Ersten Weltkrieges nur schleppend voranschritt. Im Dezember 1920 wurden die gerade fertig eingerichteten Produktionsgebäude durch einen Großbrand zum größten Teil zerstört. Der Tatkraft von Emil Ziehl war es zu verdanken, dass unmittelbar nach diesem Ereignis mit dem Wiederaufbau begonnen wurde. So entstanden nach Entwürfen von Bruno Buch und Karl Hermann zunächst verschiedene Produktionsgebäude. 1923 erfolgte der Bau des dreistöckigen Verwaltungsgebäudes (Fotos 1 und 2), das als Kopfbau an die Haupthalle angebaut wurde. Das Unternehmen verfügte über ein eigenes Konstruktionsbüro, zur Energieversorgung stand neben dem eigenen Kraftwerk auch ein Anschluss an die Berliner Elektrizitätswerke zur Verfügung. Die Produktionsanlagen umfassten Dreherei, Wickelei, Stanzerei und Teilebau sowie eine große 100 m lange Montagehalle mit 20 m breitem Mittelschiff und umlaufender Galerie.
    
    Das Unternehmenskonzept war aus der Erkenntnis entsprungen, dass ein technisch ausgereifter und hochentwickelter Elektromotor auch für kleinere Betriebe nur dann erschwinglich sein würde, wenn die Motoren als normalisierte Typen entworfen und hergestellt würden, so dass sich ein möglichst günstiger Preis bei gegebenem Qualitätsanspruch erzielen ließ. So wurden Motoren entworfen, deren Konstruktionsteile sowohl für Gleichstrom- als auch für Drehstrom-Motoren Verwendung finden konnten. Diese Typisierung gestattete nicht nur eine entsprechende Massenproduktion von Teilen, sondern ermöglichte es Kunden beispielsweise auch, bei der Umstellung ihrer Antriebe von Gleich- auf Drehstrom die Motoren ohne Änderung der Fundamente einfach auszutauschen.
    Zum Produktionsprogramm gehörten Motoren und Dynamos aller Art (von 0,1 bis 100 PS) für Gleichstrom und Drehstrom, Unterwassermotoren mit Zentrifugalpumpen, Motoren für Elektromobile, Bremsmotoren, Glockenläutemaschinen sowie Frequenz-Umformer für den Schiffsbetrieb und Hochfrequenzmaschinen für den Senderbetrieb.
    
    1945 wurden die im sowjetischen Sektor Berlins gelegenen Werksanlagen von den Alliierten beschlagnahmt. Die Brüder Günther und Heinz Ziehl verließen Berlin und verlegten den Unternehmenssitz 1949 nach Künzelsau. In der Künzelsauer Schlossmühle erfolgte der Wiederaufbau der Produktionsanlagen.
    Mit der in den späten 1950er Jahren durchgeführten Entwicklung und der 1960 aufgenommenen Produktion eines Außenläufermotors als Ventilatorantrieb erzielte das Unternehmen einen Durchbruch am Markt.

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Quelle(n)/Text:
• Ziehl-Abegg Elektrizitäts-Gesellschaft m.b.H. Berlin-Weißensee. (Industrie und Handel, Bd. 13), Berlin 1925
• 25 Jahre Ziehl-Abegg Elektrizitäts-Gesellschaft m.b.H., Berlin Weißensee. 1910 - 1935, Berlin 1934
• Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Denkmaldatenbank, Einträge 09030586 - 09030588
Informationsstand:
 
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