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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Technische Universität Berlin (Institute für Allgemeine Elektrotechnik / Institut für Lichttechnik)
Adresse:
Einsteinufer 19
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
28.09.2011 / 25.02.2018
 
© 2011/18 Norbert Gilson
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erbaut: 1959-62
Architekt: Karl Wilhelm Ochs
    
Die Institute und Lehrstühle für »Allgemeine Elektrotechnik« und für »Lichttechnik« der Technischen Hochschule Berlin waren, wie auch die übrigen Institute (mit Ausnahme des Instituts für »Hochspannungstechnik«) bis in den Zweiten Weltkrieg hinein auf dem Hauptgelände der Hochschule untergebracht (siehe bei -> »weiter«). Nach der Zerstörung der meisten Hochschulbauten 1943 fanden auch die beiden Institute für »Allgemeine Elektrotechnik« und für »Lichttechnik« in einigen weniger zerstörten Räumen anderer Institute eine Unterkunft. Zwar war für die Neubauten der elektrotechnischen Institute, die seit 1955 in einer eigenständigen »Fakultät für Elektrotechnik« zusammengefasst waren, bereits 1950 durch das Land Berlin ein Gelände zwischen Marchstraße, Einsteinufer und heutiger Straße des 17. Juni ausgewiesen worden, jedoch konnten die Baumaßnahmen erst im Herbst 1959 beginnen. Die Finanzierung des gesamten Neubaukomplexes, einschließlich der Bauten für die Institute für »Hochspannungstechnik und Elektrische Anlagen« sowie für »Elektrische Maschinen«, erfolgte mit Hilfe von Krediten aus ERP-Mitteln (European Recovery Programm, auch als »Marshall-Plan« bezeichnet) in Höhe von 15 Mio. DM, die dem Land Berlin vom damaligen Bundesschatzministerium zur Verfügung gestellt wurden. Vom Bundesinnenministerium wurde dieser Betrag um weitere 5 Mio. DM für die Ausstattung der Institute aufgestockt.
    
    Die beiden Institute für »Allgemeine Elektrotechnik I« und »Allgemeine Elektrotechnik II« sowie das Institut für »Lichttechnik« konnten den Neubau im Herbst 1962 beziehen, der als langgestrecktes, viergeschossiges Gebäude von 100 m Länge und 15 m Breite, mit zwei Treppenhäusern errichtet worden war. Im Keller befand sich eine durchgehende, 100 m lange Fotometerbahn für Messungen an Scheinwerfern. Am Südende des Gebäudes wurde ein Hörsaal mit 150 Plätzen positioniert, darüber war ein über zweieinhalb Stockwerke reichender Spezialversuchsraum des Instituts für »Lichttechnik« angeordnet worden. In ihm konnten durch eine heb- und senkbare Decke sowie durch Verschiebung von Wandelementen Räume unterschiedlichen Zuschnitts zur Untersuchung und Messung von Beleuchtungsverhältnissen konfiguriert werden. Im Keller war neben der Fotometerbahn auch die Stromversorgungsanlage des Instituts zur Erzeugung konstanter Gleich- und Wechselspannungen untergebracht sowie eine Akkumulatorenbatterie mit einer Kapazität von 200 Ah, bestehend aus insgesamt 312 Zellen, die in verschiedenen Gruppen in Reihe oder parallel zusammengeschaltet werden konnten. Die Forschungsgebiete des Instituts für »Lichtechnik« umfassten die Entwicklung physikalischer Fotometer unter Verwendung elektronischer Mittel, die Untersuchung fotoelektronischer Bauelemente, die Prüfung lichttechnischer Eigenschaften von Werkstoffen sowie die Entwicklung neuer Methoden zur Berechnung und Planung von Beleuchtungsanlagen für Tages- und für künstliches Licht.
    
    Die Laboratoriums- und Studienräume für die beiden Institute für »Allgemeine Elektrotechnik« wurden im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss eingerichtet. Die Forschungsarbeiten der Institute erstreckten sich auf Fragen der Erzeugungs- und Messsysteme für extrem niedrige Frequenzen auf elektronischer Basis, weiterhin Untersuchungen von magnetischen und Stromrichterverstärkern sowie Entwicklung von Verfahren zur Messung magnetischer und elektrischer Felder. Die Institute verfügten über eine eigene Stromversorgungsanlage im Mittelteil des Kellergeschosses mit einem Spezialtransformator für Drehstromsysteme bis 500 V und bis 60 kVA, zwei Spannungskonstanthaltern sowie zwei Maschinenumformern für Frequenzen zwischen 50 und 80 Hz beziehungsweise zwischen 60 und 150 Hz.
    
    Die Grundkonzeption der Gestaltung des Gebäudes bestand darin, die Stahlbetonkonstruktion nach außen sichtbar zu machen und die Fassade durch schmale gemauerte Brüstungsfelder und große Fensterflächen (bestehend aus einer Kombination von normalen Fensterflügeln und Schwenkflügeln) zu gliedern. Das ursprüngliche Erscheinungsbild, insbesondere im Bereich des östlichen, ursprünglich mit einem quadratischen Betonraster und Glasbausteinen gestalteten Treppenhauses, wurde durch eine Umgestaltung der 1990er Jahre verändert.

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Quelle(n)/Text:
• Otto Mohr, Die neuen Elektrotechnischen Institute der Technischen Universität Berlin; in: Elektrotechnische Zeitschrift. Ausgabe A 84(1963), Heft 7, S. 213-217
• Christoph Brachmann / Robert Suckale (Hrsg.), Die Technische Universität Berlin und ihre Bauten. Ein Rundgang durch zwei Jahrhunderte Architektur- und Hochschulgeschichte, Berlin 1999
• Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Bereich Denkmal, Denkmaldatenbank (Stand: 17.11.2016), Nr. 09096145
Informationsstand:
 
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