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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Grube Fortuna
Adresse:
Grundstraße (außerhalb Ortslage)
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
09.03.2012
 
© 2012 Norbert Gilson
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erbaut: 1907-08 / 1954-58 (Erweiterungen und Neubauten)

Das im Norden von Solm gelegene Grubenfeld Fortuna wurde 1849 an die Fürsten zu Solm-Braunfels verliehen, nachdem sie zuvor das Bergregal an das Königreich Preußen hatten abtreten müssen. Kurz danach begann hier die Eisenerzgewinnung, zunächst im Tagebau und seit den 1860er Jahren im Stollenbau. 1875 löste der Tiefbau die bisherigen Abbautechniken ab. Die Grube entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Erzbergwerke im Lahn-Dill-Gebiet, nachdem die Solms-Braunfelssche Berg- und Hüttenverwaltung im benachbarten Bergsolms 1873/74 mit der Georgshütte ein modernes Hüttenwerk mit zwei Hochöfen errichtet hatte.
    
    1906 wurde der Betrieb durch die Friedr. Krupp AG übernommen. Die Anlagen wurden durchgreifend modernisiert. Ein neues Fördermaschinenhaus mit Kesselhaus und Dampffördermaschine wurde in aufwendiger historistischer Architektur errichtet. Die Fassade ist mit Lisenen und Bogenfriesen gegliedert, der zugehörige quadratische Wasserturm (für das Kesselspeisewasser) erhielt eine Zinnenbekrönung (Fotos 2 bis 4). Zusätzlich zum vorhandenen Maschinenschacht wurde zwischen 1907 und 1914 ein zweigleisiger Förderstollen, der »Neue Tiefe Stollen«, aufgefahren und mit dem Maschinenschacht verbunden. Der Stollen mit aufwendig gestaltetem Mundloch ist heute noch vorhanden. (Foto 8) Eine 1908 errichtete 3,2 km lange Seilbahn verband die Anlage mit dem Bahnhof Albshausen an der Lahntalbahn. In der hier errichteten Verladeanlage wurden die Erze verladen. Außerdem kam eine neue Aufbereitungsanlage hinzu. Mit diesen Erweiterungen konnte die Fördermenge fast verdoppelt werden. Kurz vor und während des Ersten Weltkriegs wurden die 100-m- und die 150-m-Sohle angesetzt.
    
    1956 wurde mit dem Bau eines neuen Fördermaschinenhauses begonnen, in dem eine neue Trommelfördermaschine von 140 kW Leistung aufgestellt wurde. (Fotos 5 und 6) Über dem 30 m tiefen, bis zur Stollensohle reichenden Maschinenschacht entstand das Seilscheibenhaus (Foto 7) mit der Seilscheibe zur Umlenkung des Förderseils um 90°. Diese Anlage ging 1958 in Betrieb und arbeitete bis zur Stilllegung im Jahre 1983. Bereits 1954 wurde das neue, langgestreckte Zechenhaus (Foto 1) errichtet, in dem Büros, Werkstätten und eine Steigerwohnung untergebracht wurden. Der höhere, mit Walmdach versehene Mittelbau nahm die Waschkaue auf.
    
    Die Grube Fortuna wurde 1983 als letztes Erzbergwerk in Hessen geschlossen. Die gut erhaltene Betriebsanlage wurde anschließend in ein Besucherbergwerk (siehe bei »heute«) umgewandelt.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
• Maria Wenzel, Kulturdenkmäler in Hessen. Lahn-Dill-Kreis II. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Stuttgart 2003
• Tim Schönwetter, Die Grube Fortuna - Denkmal des hessischen Erzbergbaus; in: Industriekultur 24(2018), Ausgabe 1.18, S. 16-19
• Hinweistafeln vor Ort
 
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Informationsstand:
 
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Link:
Geschichte der Grube Fortuna
 
 
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heute:
 
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