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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Machnower Schleuse
Adresse:
Stahnsdorfer Damm
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
15.04.2011
 
© 2011 Norbert Gilson
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erbaut: 1902-05 / 1939 (Erweiterung)
Planung und Ausführung: Ingenieurbüro Havestadt & Contag
    
Die Schleusenanlage in Kleinmachnow entstand beim Bau des 37,8 km langen Teltowkanals (siehe bei -> »weiter«), mit dem eine südliche Umgehung Berlins zwischen Havel im Westen und Spree im Osten geschaffen wurde. Die Machnower Schleuse diente dazu, das Gefälle - im Mittel 2,86 m - zwischen den beiden Flüssen zu überwinden.
    
    Die Anlage wurde als Doppelschleuse mit zwei nebeneinander liegenden Kammern errichtet. Die 67 m langen und 10 m breiten Kammern waren für die Aufnahme von Schiffen von 770 t konzipiert. Die Schleusenkammern werden durch senkrecht auf und nieder gehende Hubtore geschlossen, deren Hubhöhe rund 8 m beträgt. In den beiden Portalgebäuden am Ober- (Foto 3) und Unterhaupt (Foto 2) der Kammern sind die Antriebe für die Hubtore untergebracht. Tore und Gegengewicht sind mit Drahtseilen bzw. Ketten an einer gemeinsamen Welle aufgehängt.
    Am Portalgebäude des Unterhaupts ist zur Straße hin ein Relief eingelassen, das an die Einweihung der Schleuse erinnert (Foto 4). Die Inschrift lautet: »Teltowkanal - Machnower Schleuse - Unter der Regierung Kaiser Wilhelms II. erbaut vom Kreise Teltow 1901 - 1905«.
    
    Als Besonderheit wurde zwischen den beiden Kammern ein Querkanal eingebaut, der nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren einerseits einen Sparbetrieb derart ermöglicht, dass jeweils die erste Hälfte des ablaufenden Wassers zur Teilfüllung der anderen Kammer benutzt werden konnte. Dies setzte allerdings voraus, dass gleichzeitig jeweils ein Schiff aufwärts und in der anderen Kammer eines abwärts geschleust werden musste. Andererseits diente diese Einrichtung zum Betrieb eines von dem Bauingenieur Ludwig Hotopp erfundenen Mechanismus, mit dem die Schleusentore allein durch Ausnutzen der Wasserstandsdifferenz und von damit erzeugten Über- und Unterdrücken gehoben werden konnten.
    
    Damit auch 1.000 t-Schiffe geschleust werden konnten, wurde die Schleusenanlage 1939 um eine dritte Schleusenkammer - nördlich der beiden vorhandenen (auf Foto 5 vorne im Bild) - erweitert, deren Abmessungen von 82 m Länge und 12 m Breite auch die Abfertigung von bis zu 80 m langen und 9 m breiten Schiffen mit einer Abladetiefe von 2 m zuließ.
    
    Die ursprünglich 1904 errichtete Straßenbrücke am Unterhaupt wurde 1992 durch einen Schiffsstoß beschädigt und musste 1994 für den gesamten motorisierten Verkehr gesperrt werden. Im Rahmen des Verkehrsprojektes »Deutsche Einheit Nr. 17« wurde geplant, die 1939 errichtete Schleuse auf 190 m zu verlängern. Für die entsprechenden Schiffe und Schiffsverbände reichte auch die Durchfahrtshöhe der alten Brücke nicht mehr aus. Sie wurde daher durch einen Neubau von 84,41 m Länge und mit einer Durchfahrtshöhe von 5,25 m ersetzt (Foto 5). Der geplante Ausbau der Schleusenanlage kam allerdings bisher nicht zur Ausführung.

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Quelle(n)/Text:
• Peter Güttler u.a., Berlin - Brandenburg. Ein Architekturführer, Berlin 1990
• Hinweistafeln am Objekt
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