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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Städtischer Schlacht- und Viehhof (Aachen)
Adresse:
Metzgerstraße
 
Lage:
 
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erbaut: 1893-94 / Umbau 1904-06
    
Der seit 1841 in der Aachener Innenstadt gelegene Schlachthof wurde zu Beginn der 1890er Jahre in das neu erschlossene Gewerbegebiet an der Jülicher Straße im Osten von Aachen verlegt. Die hier auf einem 5,3 ha großen Gelände errichtete neue Anlage wurde im Oktober 1894 in Betrieb genommen. Den südlichen, zur Jülicher Straße hin gelegenen Teil des Geländes nahm der Schlachthof ein. Nördlich daran schloss sich das 2 m tiefer gelegene Areal des Viehhofes an, das mit dem Schlachthofgelände über eine Rampe verbunden war und über einen direkten Gleisanschluss an die Aachen-Jülicher Eisenbahn verfügte. Das Baugelände war entsprechend groß gewählt worden, um die Anlagen später bei Bedarf bis auf die dreifache Größe ausbauen zu können.
    
    Die in den 1890er Jahren errichteten Bauten wurden durchgehend im Stil der Neurenaissance gestaltet. Neben dem Verwaltungsgebäude (Fotos 1, 2) umfasste die Anlage eine eigene Kraftversorgung (mit Kesselhaus, Maschinenhalle, Kohlenlagerraum und zugehöriger Werkstätte), eine eigene Eiserzeugung und ein großes Kühlhaus. Der »Kraftversorgungsturm« (Fotos 3 bis 5) beinhaltete neben zwei große Reservoires für kaltes und warmes Wasser sowie einem Raum zum Kühlen des komprimierten Ammmoniaks auch die mit 5 Zimmern ausgestattete Wohnung des »Ersten Maschinenmeisters«. Eine große Halle diente der Groß- und Kleinviehschlachtung (Fotos 6 bis 8), für die Schweine- und Pferdeschlachtung (Foto 9) waren getrennte Schlachthäuser vorhanden. Die Groß- und Kleinviehhalle wurde in den Jahren von 1904 bis 1906 umgebaut und eine separate Kleintierschlachthalle errichtet. Ein Düngerhaus (Foto 10) und die Kuttlerei (Fotos 11, 12) komplettierten die Schlachthofanlage. Im Viehhofgelände befanden sich zwei Marktställe, einer für Großvieh sowie einer für Kleinvieh und Schweine. Über dem Großviehstall war ein Futterlager angeordnet, die Kleinviehhalle war mit der Wohnung für den Viehhofinspektor überbaut. Das Gelände wurde durch eine Backsteinmauer mit Blausteinkapitellen (Foto 13) eingefriedet.
    
 
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Foto(s) vom:
18.11.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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Erweiterung: 1928-29 / Modernisierung 1964
Entwurf: Städtisches Hochbauamt, Aachen

Nach dem Ersten Weltkrieg war die erste Erweiterung der Anlagen erforderlich. Geplant wurden eine Fleischverkaufshalle, eine größere Viehhalle sowie ein neues Gefrierhaus (Fotos 14 bis 16). Der zur Metzgerstraße hin gelegene Erweiterungsbau (Foto 17) wurde mit einem turmartigen Eckgebäude (Foto 18) versehen und die einschiffige Fleischverkaufshalle in filigraner Eisenbetonrippen-Konstruktion (Fotos 19, 20) gestaltet.
    
    Trotz Modernisierung und Anpassung der Anlagen an die EU-Normen rentierte sich der Schlachthofbetrieb Ende der 1990er Jahre nicht mehr. Nach der Stilllegung fiel die Entscheidung für einen Umbau des Geländes unter teilweiser Erhaltung der denkmalgeschützten Bauten. Neben dem Erweiterungsbau der 1920er Jahre sind verschiedene der Gebäude aus den 1890er Jahren erhalten.
    
    Inzwischen wurde das Areal als Wohn- und Gewerbegebiet neu entwickelt. Die denkmalgeschützten Bauten wurden aufwendig restauriert und modernisiert.

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Quelle(n)/Text:
• Festschrift zur XXXVI. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure, Aachen 1895
• Albert Huyskens (Bearb.), Deutschlands Städtebau. Aachen, 3. Aufl., Berlin-Halensee 1928
Informationsstand:
 
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Link:
Website des Fachbereichs Immobilienmanagement der Stadt Aachen
 
Link:
Eintrag auf der Website der Rheinischen Industriekultur e.V.
 
 
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