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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Rheinische Nadelfabriken AG (Rheinnadel)
Adresse:
Reichsweg 19 - 27
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
28.11.2007 / 26.05.2009
 
© 2007/09 Norbert Gilson
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erbaut: 1922-25
Architekt: Josef Pirlet
    
Die Gründung der Rheinischen Nadelfabriken AG geht auf den aus Altena stammenden Nadelfabrikanten Walther Hesse zurück, der 1905 die Sanierung der kleinen, am Reichsweg in Aachen gelegenen Nadelfabrik Stephan von Moers übernahm. Auch ein weiteres Sanierungsvorhaben, nämlich der früheren Aachener Nadelfabrik H.F. Neuss führte Hesse erfolgreich durch. Daraus entstand 1911 das neue Unternehmen der Rheinischen Nadelfabriken AG mit Walther Hesse als Vorstand. Er ging mit großer Energie daran, die vielen kleineren Nadelbetriebe in Aachen mit dem Ziel einer stärkeren Rationalisierung der Produktion zu fusionieren. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges wurden mehrere Aachener Nadelfabriken mit unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten übernommen und die Nadelproduktion durch Erwerb der Fahrradspeicherherstellung von anderen Aachener Unternehmen ergänzt. Außerdem wurden weitere Produktionsstandorte der Nadelindustrie erworben, darunter auch 1922 die im thüringischen Ichtershausen gelegene Nadelfabrik Wolff & Knippenberg.
    
    Dadurch stieg die Rheinische Nadelfabriken AG zum wichtigsten Unternehmen der Nadelindustrie in Deutschland auf. Produziert wurden neben Näh-, Nähmaschinen-, Sprechmaschinen-, Sicherheits-, Häkel-, Glaskopf- und Stahlstecknadeln auch Speichen und Nippel sowie Ketten für Fahrräder, Motorräder und Automobile. Im Gegensatz zu anderen industriellen Bereichen erlebte das Unternehmen in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg einen enormen Aufschwung. Zu Beginn der 1920er Jahre entstand der Plan, die bisher an verschiedenen Aachener Standorten verstreut liegenden Betriebsräume am Reichsweg zusammenzufassen.
    
    So wurde hier 1922 der Bau des neuen Verwaltungs- und Produktionsgebäudes in Angriff genommen und bis 1925 fertiggestellt. Dabei entstand ein viergeschossiger Gebäudekomplex in Stahlbetonskelett-Bauweise. Die zum Reichsweg weisende Fassade des Vordergebäudes wurde in neuklassizistischem Stil gestaltet. Charakteristische Elemente sind die Halbrundbogen-Fenster mit Schlusssteinen im Sockelgeschoss, der 5-achsige Mittelrisalit mit pilasterartiger Gliederung und Akttikageschoss sowie das Mansarddach. Sie verleihen dem in 13 Dreier-Achsen gegliederten Putzbau mit einer zusätzlichen, turmartig überhöhten Treppenhaus-Achse an der rechten Ecke einen unverkennbar monumentalen Charakter.
    
    Nach dem Teilrückzug von Rheinnadel aus dem Standort am Reichsweg wurde der Gebäudekomplex seit 2008 in einem Umnutzungsprojekt zu einem »Haus der Integration und Identität« umgebaut. In dem im April 2013 neu eröffneten Kulturzentrum »Nadelfabrik« sind nicht nur das Aachener Stadtarchiv und verschiedene Verwaltungsabteilungen untergebracht, auch mehrere Vereine und freie Kulturprojekte haben dort ihre neue Heimat gefunden.

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Quelle(n)/Text:
• Meyer, Lutz-Henning, Bericht über die Denkmalpflege in der Stadt Aachen; in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 96(1989), S. 449-450
• Landeskonservator Rheinland (Hrsg.), Denkmälerverzeichnis. 1.1. Aachen Innenstadt mit Frankenberger Viertel, Köln 1977
• Holger A. Dux, Geschichte(n) aus Stein und Stuck. Aachener Baugeschichte zwischen den beiden Weltkriegen, Aachen 1997
Informationsstand:
 
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Thema dazu:
 
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Kategorie:
Denkmal (Baudenkmal)
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