Impressionen aus der Datenbank
User Online: 1 | Timeout: 13:53Uhr ⟳ | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Home | Info | Startseite | Logout | AAA  Mobil →
Datensätze des Ergebnisses
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen
Anfang der Liste Ende der Liste
1. Technik-Ziele
zu Favoriten hinzufügen Anmerkung Db TechTour Merken
 
Stadtmuseum Wedel - Möller-Technicon
Adresse:
Küsterstraße 5 / Rosengarten 10
 
Kategorie:
Technik- / Industrie-Museum; frei zugänglich
 
Kleinbild
 
Gebäude des Stadtmuseums Wedel in der Innenstadt, Küsterstraße 5
Foto(s) vom:
03.06.2016
 
© 2016 Norbert Gilson
-:
    
Das Stadtmuseum Wedel präsentiert in seinem Standort auf dem Gelände der Firma Möller-Wedel GmbH (Rosengarten 10) seine industrie- und technikgeschichtliche Sammlung. Wedel war und ist heute noch ein bedeutender Industriestandort in Norddeutschland. Hier gründete Diedrich Möller 1864 eine kleine optische Werkstatt, die sein Sohn Hugo zu einem führenden Unternehmen der Präzisionsoptik ausbaute. Die bei Möller-Wedel ausgestellte Sammlung bietet aus den Bereichen der Akustik und Optik sowie der Solartechnik eine „Technikgeschichte zum Anfassen″, bei der verschiedene technische Geräte selbst betrieben und damit Experimente durchgeführt werden können. Für Technikinteressierte und Nostalgiker, aber auch für Kinder und Jugendliche wird der Besuch zu einem ganz besonderen Erlebnis!
    
    Auf dem Wedeler Friedhof liegt das Grab von Eduard Schüller, dessen Name nur noch wenigen Spezialisten bekannt ist, der aber für Wedel und für die Geschichte der elektrischen Nachrichtentechnik eine große Bedeutung hatte. Schüller hatte nach einer praktischen Ausbildung bei der Berliner Aktiengesellschaft Mix & Genest, Telephon- und Telegraphen-Werke (siehe bei -> »weiter«) das Abitur nachgeholt und 1926 das Studium der Fernmeldetechnik, Feinmechanik und Akustik an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg aufgenommen. Am Heinrich-Hertz-Institut (siehe bei -> »mehr«) fertigte er seine Diplomarbeit über das Thema der »magnetischen Schallaufzeichnung« an, das seinen weiteren Lebensweg bestimmte. Bei seinen Arbeiten zur Magnettontechnik am Heinrich-Hertz-Institut lernte er den Erfinder Fritz Pfleumer kennen, der vorschlug, zur Tonaufzeichnung anstelle von Stahlband ein mit Eisenpulver bestäubtes Papierband zu verwenden. Schüllers Experimente damit waren vielversprechend. Nachdem Pfleumer sein Pulverband-Patent an die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) verkauft hatte, erhielt Schüller im August 1933 von der AEG den Auftrag zur weiteren Grundlagenentwicklung auf dem Gebiet der Magnettontechnik. Die gerätetechnische Arbeit zur Entwicklung eines „Geräts zur Aufnahme und Wiedergabe von Sprache und Musik″ lag bei der AEG, die Badische Anilin- & Sodafabrik (BASF) entwickelte die Tonbänder auf Kunststoffbasis. Durch die Erfindung des „Ringkopfs″, eines „Magnetisierungskopfes für Längsmagnetisierung von Magnetogrammträgern″ gelang es Schüller 1933, den bis dahin schwächsten Punkt dieses Aufnahme- und Wiedergabeverfahrens zu beseitigen. Schüller wurde daraufhin zum technischen Leiter der Magnetophonfabrik der AEG ernannt.
    
    Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete Schüller unter abenteuerlichen Bedingungen aus Berlin nach Hamburg. Die Geschichte kann man auf der Website des Museums (siehe unten -> zur Biografie von Eduard Schüller - PDF-Datei) nachlesen. Schüller baute zunächst in Hamburg eine Tonbandgeräte-Fertigung auf, vornehmlich für die deutschen Rundfunkanstalten. Nachdem die AEG die Tonbandtechnik 1954 an ihre Tochtergesellschaft Telefunken AG abgegeben hatte und eine Erweiterung der Produktion anstand, fand Schüller 1955 in Wedel einen geeigneten Standort für ein neues Werk. Inzwischen hatte Schüller ein weiteres Patent über das Schrägaufzeichnungsverfahren mit rotierendem Magnetkopf angemeldet, das den entscheidenden Beitrag für den Fortschritt der Bildaufzeichnungstechnik (Videotechnik) bildete und seitdem als Basistechnik aller analogen Videorecorder weltweit angewendet wurde.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle(n)/Text:
• Gerhard Kuper, Eduard Schüller, ein bedeutender Erfinder, bringt AEG und Telefunken nach Wedel; PDF-Datei auf www.wedel.de/fileadmin/user_upload/media/pdf/Kultur_und-Bildung/Stadtmuseum/Eduard-Schu__ller-Wedel-Variante2.pdf (Stand: 14.03.2017)
• Kurt Jäger / Friedrich Heilbronner, Lexikon der Elektrotechniker, 2. Aufl., Berlin / Offenbach 2010
    
mehr ...:
 
Informationsstand:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Link:
Website des Möller-Technicons (Stadtmuseum Wedel)
 
Link:
zur Biografie von Eduard Schüller (PDF-Datei zum Download)
 
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Anreise-Info:
Anreise mit:
PKW:
Rufen Sie mit dem folgenden Link den Routenplaner von Google Maps auf und geben Sie Ihre Startadresse ein!
Lage:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Schlagworte:
Stichwörter:
Land/Kreis/Ort:
Adresse:


Anfang der Liste Ende der Liste
Permalink zu diesem Treffer
X Permalink öffnen