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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Eisenerzbergwerk Grube Georg
Adresse:
Grubenstraße
 
Lage:
 
Kleinbild
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Foto(s) vom:
18.04.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: 1952-53 (Fördergerüst)
Ausführung: Stahlbau Rheinhausen AG
    
Bei dem als Landmarke an der Autobahn A 3 weithin sichtbaren Fördergerüst der Grube Georg handelt es sich um das einzige seiner Gattung, das in Rheinland-Pfalz erhalten geblieben ist. Es zeugt von der bis ins 14. Jahrhundert zurückreichenden Tradition des Erzbergbaus im Westerwald und im benachbarten Siegerland.
    
    In der Gegend von Willroth ist der Eisenerzbergbau bereits für das Jahr 1338 bezeugt. Bis ins 17. Jahrhundert wurde das Erz in zahlreichen kleineren und kleinsten Gruben abgebaut, die den Grafen von Isenburg unterstanden und später auch im Besitz des Kurfürstentums Trier und der Grafen von Nassau-Weilburg waren. Mit der politischen Neuordnung nach den napoleonischen Kriegen fiel ein Großteil der Rheinlande an Preußen, das nun auch Eigentümer der »Grube Georg« wurde. Damit begann eine Intensivierung der Bergbautätigkeit. Das Eisenerz wurde vorwiegend an die Neuwieder Hütten des »Rasselsteins« und an die preußische Sayner Hütte geliefert.
    
    1865 gingen sowohl die Sayner Hütte als auch die Grube Georg an Krupp über. Im Anschluss wurde 1869 mit dem Abteufen eines Schachtes von der Willrother Höhe begonnen, der bis auf eine Tiefe von 155 m geführt wurde. Zur Förderung wurde ein eisernes Fördergerüst (»Schacht I«) errichtet. Die Förderung wurde bis zum Zweiten Weltkrieg kontinuierlich gesteigert. Nach dem Krieg wurden die Anlagen weiter ausgebaut und es entstanden zu Beginn der 1950er Jahre das heute noch vorhandene Fördergerüst über dem neu abgeteuften, 724 m tiefen »Schacht II« mit Hängebank und Brecherhaus. 1954 erreichte die Förderung einen neuen Höhepunkt. Parallel dazu setzte aber in den Westerwälder und Siegerländer Gruben bereits der Prozess einer stärkeren Konzentration für die Förderung und Weiterverarbeitung der Eisenerze ein. Dieser Entwicklung konnte sich die Grube Georg nicht entziehen, so dass 1965 die Förderung eingestellt wurde.
    
    Das Fördergerüst wurde nach dem im deutschen Bergabu üblichen Typus des Bockgerüstes in Stahlfachwerkkonstruktion gestaltet, wobei die seitichen Stabilisierungsstützen als Vollwandträger ausgeführt sind. Mit dem als Stahlbetonbau errichteten Brecherhaus ist das Fördergerüst durch die horizontale Hängebank in Stahlfachwerkkonstruktion mit Backsteinausfachung verbunden.

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Quelle(n)/Text:
• Paul-Georg Custodis, Technische Denkmäler in Rheinland-Pfalz. Spuren der Industrie- und Technikgeschichte, Koblenz 1990
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
Informationsstand:
 
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