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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Gaswerk Ost
Adresse:
Schielestraße 18 - 28
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
07.10.2006 / 13.10.2007
 
© 2006/07 Norbert Gilson
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erbaut: 1910-12
Architekten: Peter Behrens (Berlin), Eduard Damm, Wilhelm Frick (örtliche Bauleitung)
technische Gesamtleitung: Franz Reichard (Frankfurter Gasgesellschaft)
Ausführung: Ph. Holzmann & Cie. (Frankfurt/M.) / Berlin-Anhaltische Maschinenbau AG (Berlin)
   
Im Zuge der Erschließung des neuen Industriegeländes im Frankfurter Osthafen seit 1909 entstand als eine der ersten Industrieanlagen in diesem Gebiet die neue Gasfabrik an der Schielestraße. Auf diese Weise konnte die zum 1. April 1909 mit dem Frankfurter Zweigbetrieb der Imperial Continental Gas Association fusionierte Frankfurter Gasgesellschaft die beiden in der Innenstadt gelegenen alten Gaswerke durch eine großzügig geplante moderne Anlage ersetzen.
    
    Bestandteil der umfangreichen Betriebsanlagen waren zum einen die eigentlichen Produktionsgebäude (Retortenhaus und Gaswäsche), der Gasbehälter, die Kohlen- und Kokslager sowie die elektrische Zentrale. Weiterhin gehörten dazu ein Wasserturm (Foto 1), drei Hochbehälter für Teer und Ammoniakwasser (Foto 2, in historischer Aufnahme Foto 3), von denen einer erhalten geblieben ist, sowie das flache, vier Fensterachsen breite und drei Achsen tiefe Uhren- und Reglergebäude (Fotos 4 und 5). Die Bauten der aktiven Produktion waren in Eisenfachwerk, die für die passiven Reinigungs-, Mess- und Regelvorgänge als massive Ziegelbauten ausgeführt. Das äußere Erscheinungsbild war bei allen Bauten durch dunkelviolette Eisenklinker bestimmt.
    
    Davon hoben sich die Gebäude des Verwaltungsbereichs ab, die entlang der Schielestraße errichtet wurden. Sie sind gekennzeichnet durch helle, ledergelbe, glänzende Verblendklinker oder eine Kombination von diesen mit dem Eisenklinker, wie beim Bade- und Speisehaus (Fotos 6 und 7). Dieses Wohlfahrtsgebäude für die Arbeiter umfasste neben Wasch-, Bade-, Trocken- und Umkleideräumen im Erdgeschoss eine Kantine mit großem, hellem Speisesaal im Obergeschoss. Rechts neben dem Wohlfahrtsgebäude liegt das viergeschossige Verwaltungsgebäude, in dem sich auch Wohnungen für die Betriebsingenieure befanden (Foto 8). Die Nordwestecke des Grundstücks markiert das sich rechter Hand anschließende ehemalige Wohnhaus des Betriebsleiters (Fotos 9, 10 sowie in historischer Aufnahme von der Hofseite, Foto 11). Die Außenecke des zweigeschossigen, im Winkel errichteten Gebäudes wird zusätzlich betont durch den asymmetrischen Eckrisaliten. Im Osten wird die Gebäudereihe begrenzt von dem ehemaligen Werkstattgebäude (historische Aufnahme, Foto 12, von der Rückseite), das allerdings nur noch in Rudimenten erhalten ist. Erhalten geblieben sind noch die beiden dreiachsigen Kopfbauten (Foto 13), allerdings ohne die ursprüngliche Walmdachüberdeckung, die, ebenso wie der Mitteltrakt, zerstört wurden.
    
    Nach Behebung der Kriegszerstörungen und Erweiterungen in den Jahren 1954 und 1958 erfolgte 1969 die Einstellung des Betriebs. Von den eigentlichen Produktionsgebäuden ist nur das Mess- und Reglergebäude erhalten geblieben, während die übrigen Anlagenteile, insbesondere die 1926/27 errichtete Kokerei mit dem imposanten Kammerofenblock und der Großgasbehälter, abgerissen wurden.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Ingenieurbaukunst in Frankfurt am Main 1806 - 1914, Frankfurt am Main 1983
• Walter Müller-Wulckow, Bauten im Frankfurter Osthafen; in: Der Industriebau 8(1917), Heft 3
Informationsstand:
 
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