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Aussichtspunkt (Tagebau Profen-Süd)
Adresse:
zwischen Landesstraße 191 und Bundesstraße 2
 
Kategorie:
IndustrieErlebnis / Betriebsbesichtigung; frei zugänglich
 
Kleinbild
Kleinbild
 
Blick in den Tagebau Profen vom Aussichtspunkt aus
Foto(s) vom:
31.10.2010
 
© 2010 Norbert Gilson
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Durch umfangreiche Erläuterungen auf den Schautafeln an diesem Aussichtspunkt ist der Förderprozess der Braunkohle gut nachzuvollziehen.
    

Die Kohlegewinnung im Tagebau Profen-Süd begann 1973. In den Folgejahren lief die Kohleförderung im benachbarten Abbaufeld Profen-Nord aus. Geologisch gehört die Lagerstätte zum im Tertiär entstandenen Weißelsterbecken. Charakteristika für das Abbaufeld Süd war eine den Abraum überlagernde Quarzitschicht mit einer Mächtigkeit von fünf bis 10 Metern. Das Quarzit konnte nur im Bohr-Sprengverfahren und mit Großlöffelbaggern gewonnen werden. Gekennzeichnet ist der Tagebau auch durch schwierige Kohlelagen wechselnder Mächtigkeiten mit Mulden- und Kesselbildungen. Bis zur Mitte der 1990er Jahre wurde der Grubenbetrieb teils mit Grubenbahn, teils im Bandbetrieb abgewickelt.
    
    Die 1994 aus der damals im Besitz der Treuhandanstalt befindlichen Vereinigte Mitteldeutsche Braunkohlenwerke Aktiengesellschaft durch Privatisierung gebildete Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag) erhielt den Kohleliefervertrag für das neu zu errichtende Braunkohlenkraftwerk Schkopau. Zur Erfüllung dieser Lieferverpflichtungen war eine grundlegende Modernisierung des Förderortes Profen unausweichlich. Bei laufendem Betrieb wurden die bis dahin im Bahnbetrieb verbliebenen Baggerstrossen auf Bandbetrieb umgebaut. In der Nähe der Verbindungsstraße zwischen Hohenmölsen und Ortslage Profen wurde ein Kohlemisch- und Stapelplatz mit einer leistungsfähigen Kohleverbindungsbahn zum Übergabebahnhof Wählitz bei Hohenmölsen eingerichtet. Im September 1995 verließ der erste Kohlezug den Misch- und Stapelplatz in Richtung Kraftwerk Schkopau.
    
    Bis 2004 waren im Abbaufeld Süd vier Schaufelradbagger der Typen SRs 1200, SRs 1300 und SRs 1301 sowie drei Eimerkettenbagger vom Typ ERs 560 und ERs 710 im Einsatz. Kippenseitig schütteten die beiden Absetzer vom Typ A2Rs-B 15000 die Innenkippe im Abbaufeld Süd auf. Parallel dazu liefen die Arbeiten zum Aufschluss des neuen Abbaufeldes Schwerzau auf Hochtouren. Hierzu gehörte auch der Bau eines neuen Massenverteilers für den Anschluss der Kohlebandanlagen an den Kohlemisch- und Stapelplatz beziehungsweise der Abraumbandanlagen an die Innenkippe. Im März 2006 wurde im Schwerzauer Feld durch einen der Eimerkettenbagger die erste Kohle gewonnen. Ein neuer Schaufelradbagger vom Typ SRs 2000 nebst Beladegerät wurde damals montiert und nahm Mitte 2006 seinen Betrieb auf. Der Bagger war 1984 von den Lauchhammer-Werken in das Braunkohlenrevier im tschechischen Most geliefert worden. Nach der Außerbetriebnahme dort hatte ihn die Mibrag erworben und nach der Zerlegung in zahlreichen Einzeltransporten nach Profen überführt. Hier wurde unter Federführung von MAN-TAKRAF der Radausleger verlängert, der Stahlbau komplett überarbeitet, mit Korrosionsschutz und Neulack versehen sowie eine neue Steuer-, Mess- und Regeltechnik eingebaut.
    
    Mit Inbetriebnahme des Abbaufeldes Domsen wurde 2017 eine weitere Kohlenlagerstätte erschlossen. Das Feld Profen-Süd wird bis 2020 ausgekohlt sein. Seit Mai 2017 liegt der Schwerpunkt der Gewinnung im Feld Schwerzau, wo drei Schaufelradbagger, 2 Eimerkettenbagger, ein Absetzer und weitere mobile Gewinnungs- und Fördergeräte im Einsatz sind.

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Quelle(n)/Text:
• Christian Bedeschinski, Braunkohle & Energie aus dem Mitteldeutschen Revier, Berlin 2006
• Informationszentrale der Elektrizitätswirtschaft e.V. (Hrsg.), Zwischen Weimar, Hof und Zeitz. Tips für Technik-Trips, (TechnikTouren, Nr. 28), Ostfildern o.J.
• MIBRAG Pressestelle (Hrsg.), Tagebau Profen. Besucherinformation (Flyer, 2017)
Informationsstand:
 
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Link:
aktuelle Informationen zum Tagebau auf der Website der MIBRAG
 
 
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Anreise-Info:
Anreise mit:
PKW:
von der B 91 von Zeitz in Richtung Weißenfels hinter Naundorf rechts abbiegen in Richtung Hohenmölsen; in der Ortsdurchfahrt Hohenmölsen der Hauptstraße folgen, in Richtung Freizeitpark »Mondsee« Pirkau; es folgt nach rechts abzweigend der Freizeitpark, hier weiter geradeaus fahren; nach wenigen Kilometern nach links dem Hinweisschild zum Aussichtspunkt folgen
Lage:
Station auf Tour:
 
 
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Zielgruppe:
Einzelpersonen / Kleingruppen; Gruppen; Betriebsausflüge; Schulklassen
Schlagworte:
Stichwörter:
Land/Kreis/Ort:
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