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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Fernsehturm Alexanderplatz
Adresse:
Karl-Liebknecht-Straße / Gontardstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
28.10.2010 / 24.06.2011 / 23.03.2012
 
© 2010/12 Norbert Gilson
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erbaut: 1965-69
Entwurf: Fritz Dieter, Günter Franke, Werner Ahrendt
Planung / Bauleitung: Gerd Kosel (bis Dezember 1965), Gerhard Frost (ab Dezember 1965)
    
Die Planungen zum Bau eines Fernsehturms in Ostberlin - oder, wie es korrekt hieß, in »Berlin, Hauptstadt der DDR« - reichen bis 1952 zurück. Die Hauptverwaltung Funkwesen (HVFu) im Ministerium für Post- und Fernmeldewesen der DDR favorisierte zunächst einen Standort auf den Müggelbergen im Osten der Stadt im Stadtbezirk Köpenick. Dieser ließ sich jedoch wegen des Konflikts mit der Einflugschneise des 8 km entfernten Flughafens Schönefeld nicht realisieren. Die Entscheidung über einen anderweitig geeigneten Standort zog sich noch bis 1964 hin. Schließlich fiel der Entschluss, den Turm westlich des Bahnhofs Alexanderplatz im Stadtzentrum zu errichten.
   
    Es entstand ein 250 m hoher Stahlbetonschaft in Form einer sich verjüngenden Röhre. Darauf wurde der aus 120 Edelstahlsegmenten geformte, kugelförmige Turmkopf aufgesetzt, in dem nicht nur die technischen Anlagen, sondern auch ein Café und eine Aussichtsplattform untergebracht wurden. Über dem Turmkopf wächst der auf den Stahlbetonzylinder aufgesetzte, 115 m hohe (in den 1990er Jahren auf 118 m verlängert) stählerne Antennenmast hervor. Mit 368 m Höhe ist der Fernsehturm das höchste Bauwerk Deutschlands und war bei seiner Fertigstellung der zweithöchste Sendeturm der Welt nach dem Moskauer Turm mit 520 m Höhe.
    
    1996 begannen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an Antennen und deren Tragwerk sowie eine grundlegende Modernisierung der sendetechnischen Anlagen. Zwei neue Fernsehsender mit jeweils 40 kW Ausgangsleistung wurden installiert. Hinzu kamen zwei UKW-Antennen, die eigens für den Fernsehturm am Alexanderplatz projektiert und berechnet worden waren. 1999 waren die Arbeiten abgeschlossen. Seitdem umfasst der Antennenmast Abstrahleinrichtungen für Digitalfernsehen (DVB-T), für UKW-Rundfunk und für Digitalrundfunk (DAB).

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Quelle(n)/Text:
• Gerd Klawitter (Hrsg.), 100 Jahre Funktechnik in Deutschland. Funksendestellen rund um Berlin, Berlin 1997
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder, Berlin / Stuttgart 1998
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09065023
• Ein Leben für's Funkwesen. Hans Hübner im Gespräch mit Wolfgang Dannowski; in: Das Archiv, Heft 2, 2014, S. 66-70
Informationsstand:
 
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