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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Wassertürme
Adresse:
Akazienalle 35 - 39
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
01.112010 / 29.09.2011
 
© 2011/11 Norbert Gilson
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erbaut (alter Wasserturm): 1882-83
Entwurf: B. Salbach

erbaut (neuer Wasserturm): 1908-09
Entwurf / Ausführung: Heinrich Seeling (Stadtbaurat), Max Niedenhoff (Architekt), Magistratsbaurat Walter (Bauleitung)
    
Für die Wasserversorgung des westlichen Teils von Charlottenburg wurde 1883 der von der Charlottenburger Wasserwerke AG in Auftrag gegebene Wasserturm fertiggestellt. Er wurde als massiver, ziegelverblendeter Rundturm von 30 m Höhe mit flachem Kegeldach ausgeführt (Foto 1). Als Wasserreservoir wurde ein 1.000 cbm fassender Hängebodenbehälter von 16 m Durchmesser eingebaut.
    
    Bei der zunehmenden Erschließung des nun als »Westend« bezeichneten Stadtteils zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auch die höher gelegenen Areale von Charlottenburg in die Bebauung einbezogen. Da Westend im Durchschnitt 62 m über NN liegt, ergab sich bei Voraussetzung einer viergeschossigen Bebauung und unter Berücksichtigung der Rohrleitungsverluste eine erforderliche Höhe des mittleren Wasserstands von 98 m über NN. Der vorhandene Wasserturm war für diese Anforderung zu niedrig. Zudem bestand das Erfordernis einer Reserve, falls an dem Wasserturm Reparaturarbeiten notwendig wären.
    
    Die Stadt Charlottenburg beauftragte daher den Stadtbaurat Heinrich Seeling 1908 mit der Planung eines neuen Wasserturms. Er wurde mit zwei übereinander angeordneten Barkhausen-Wasserbehältern von je 500 cbm Fassungsvermögen ausgeführt. Der Turm erhielt eine dreifach gestufte Bekrönung und einen seitlich angebauten runden Treppenturm. Die Kuppel des Wasserturm und der Treppenturm sind jeweils mit einer aufgesetzten Laterne abgeschlossen.
    
   Die beiden Wassertürme wurden durch ein Dienstgebäude verbunden, das im Erdgeschoss eine Wassermesserprüfstation, Magazinräume, eine Werkzeugreparaturschmiede und Büroräume umfasste. Im Obergeschoss wurden zwei Dienstwohungen eingerichtet. An der Architektur des Verbindungsbaus mit den geschwungenen Ziergiebeln kann man ebenso wie an der Gestaltung des neuen Wasserturms die Absicht erkennen, die Bauwerke in die damals noch eher ländliche Struktur des neuen Großstadt-Vorortes einzufügen.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder, Berlin / Stuttgart 1998
• Gerhard Merkl (u.a.), Historische Wassertürme. Beiträge zur Technikgeschichte von Wasserspeicherung und Wasserversorgung, München / Wien 1985
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09020487
Informationsstand:
 
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