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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Bergwerk Haard (Schachtanlage Ewald Fortsetzung)
Adresse:
Ewaldstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
20.03.2010
 
© 2010 Norbert Gilson
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erbaut: 1899-1902 / 1919-24 (Erweiterung)
    
Mit dem Abteufen des Schachtes 1 im damaligen Ort Erkenschwick begann 1899 die Geschichte des Steinkohlenbergbaus im Gebiet des heutigen Oer-Erkenschwick. 1902 ging das »Graf Waldersee« genannte neue Bergwerk in Betrieb. In den folgenden Jahren wurden zwei weitere Schächte abgeteuft, wobei die Arbeiten an Schacht 2 wegen Problemen mit Wasserzuflüssen zunächst eingestellt und erst 1919 wieder aufgenommen wurden. Auf Schacht 3, der mit einem »deutschen Strebengerüst« ausgestattet wurde, konnte 1904 die Förderung beginnen. Später erhielt die Anlage den Namen »Ewald Fortsetzung«. 1911 nahm auf dem Gelände auch eine Kokerei ihren Betrieb auf.
    
    Zwischen 1919 und 1924 wurde das Bergwerk durch Niederbringen von zwei weiteren Schächten erweitert. Nach vorübergehender Stilllegung infolge der Weltwirtschaftskrise wurde die Förderung im Rahmen der Intensivierung der Aufrüstung 1938 wieder aufgenommen. 1940 betrug die Fördermenge 1,17 Mio. t. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Ende der 1940er Jahre auf der Zeche »Ewald Fortsetzung« 4.500 Beschäftigte tätig. Die wirtschaftliche Entwicklung von Oer-Erkenschwick hing zum großen Teil von dem florierenden Bergwerksbetrieb ab. 1969 wurde die Zeche einschließlich Kokerei in die neu gegründete Ruhrkohle AG eingegliedert und erreichte 1974 mit knapp 1,47 Mio. t ihre höchste Fördermenge. 1975 erfolgte ein Durchschlag zur benachbarten Zeche »General Blumenthal«, in dessen Folge 1976 und 1978 die Förderung auf »Ewald Fortsetzung« eingestellt wurde. 1978 wurde die Anlage in das neue »Bergwerk Haard« eingegliedert (seit 1992 »Bergwerk Blumenthal / Haard«). Seit 2001 arbeitete das Bergwerk im Verbund mit der Zeche »Auguste Victoria« in Marl.
    
    Heute noch vorhanden sind das um 1900 im Stil der Neoromanik errichtete Verwaltungs- und Kauengebäude (Fotos 2 bis 5), das 1914 errichtete deutsche Strebengerüst über Schacht 3 mit Maschinenhaus (Fotos 6 und 7) und Dampffördermaschine (von 1940) sowie die vermutlich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Erweiterungsbauten (Fotos 1 und 8).

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
• Einträge bei Wikipedia (siehe Links unten)
Informationsstand:
 
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Link:
Geschichte der Bergwerke Ewald und Haard (auf Wikipedia)
 
 
 
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