Impressionen aus der Datenbank
User Online: 1 | Timeout: 01:34Uhr ⟳ | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Home | Info | Startseite | Logout | AAA  Mobil →
Datensätze des Ergebnisses
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen
Anfang der Liste Ende der Liste
1. Historische Bauten / Objekte
zu Favoriten hinzufügen Anmerkung Db TechTour Merken
Bauwerk / Objekt:
Zeche Waltrop
Adresse:
Landabsatz / Hiberniastraße
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
20.03.2010
-:
     
erbaut: 1903-05
Architekt: Reg.-------Baumeister van de Sand (Kgl.-------Preußische Berginspektion 4)
    
Die Errichtung der Zeche Waltrop erfolgte unter Verwaltung der Kgl.-------Preußischen Bergwerksdirektion Dortmund. Die hier geförderte Kohle diente zur Versorgung der Hochseeflotte der Kaiserlichen Marine sowie für den Betrieb der Staatsbahn. Die Grube verfügte über insgesamt drei Schächte. 1903 wurde mit dem Abteufen begonnen, 1905 wurde die erste Kohle gefördert. Schacht I mit einer Teufe von 792 m diente zur Seilfahrt, zur Förderung und als Wetter-Einziehschacht. Schacht II, ebenfalls mit Fördereinrichtungen versehen, war der ausziehende Wetterschacht. Der dritte Schacht wurde erst 1956 abgeteuft und befand sich nicht auf dem Gelände in Waltrop, sondern auf Dortmunder Stadtgebiet.
    
    Der Gebäudekomplex der Tagesanlagen entstand unter der Leitung des Architekten van de Sand „aus einem Guss″. Die historisierenden Formen mit dem Zusammenspiel von Putzflächen und Backsteinrohbau sind vom Jugendstil beeinflusst. Als typische Zechenanlage aus der Zeit kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert ist sie aus technikhistorischer, architekturgeschichtlicher und städtebaulicher Sicht außerordentlich bedeutend. In der Maschinenhalle soll noch eine Tandemfördermaschine (Baujahr 1910) aus der Produktion der A.-------G. Isselburger Hütte erhalten sein.
    
    Nach wechselvoller Geschichte der Kohleförderung, geprägt durch einen verheerenden Wassereinbruch im Februar 1909, den Aufschwung im Ersten Weltkrieg, die Probleme während der Ruhr-Besetzung, die Weltwirtschaftskrise, den Aufstieg durch die Rüstungsproduktion seit 1935 und die teilweise Zerstörung im März 1945, konnte die Kohlegewinnung nach dem Krieg wieder aufgenommen werden. Der höchste Belegschaftsstand wurde1957 mit 2.817 Mitarbeitern erreicht. Im Juni 1979, zur Zeit der Stilllegung, waren es noch 1.294.
    
    1988 wurde die Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Die Konzeption zur Herrichtung und Wiederneutzung des Hallenensembles und seine Vermarktung an Dienstleister und Gewerbetreibende konnte erfolgreich umgesetzt werden.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
• Imme Matzanke / Erich Lubahn / Erika Lubert, Der Bergbau im Ruhrgebiet. Überlegungen zur Erhaltung seiner Denkmäler, Münster 1986
• Erklärungstafeln auf dem Gelände
Informationsstand:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Link:
Zeche Waltrop auf der Route der Industriekultur
 
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Schlagworte:
Stichwörter:
Land/Kreis/Ort:
Adresse:


Anfang der Liste Ende der Liste
Permalink zu diesem Treffer
X Permalink öffnen