Impressionen aus der Datenbank
User Online: 1 | Timeout: 08:56Uhr ⟳ | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Home | Info | Startseite | Logout | AAA  Mobil →
Datensätze des Ergebnisses
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen
Anfang der Liste Ende der Liste
1. Historische Bauten / Objekte
zu Favoriten hinzufügen Anmerkung Db TechTour Merken
Bauwerk / Objekt:
Schleuse Feudenheim
Adresse:
Neckarplatt
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
13.10.2012
 
© 2012 Norbert Gilson
-:
    
erbaut: 1926-27
Architekt: Paul Bonatz
Ausführung: Dyckerhoff & Widmann KG (Schleusenkammern), Friedr. Krupp Grusonwerk AG / Eisenwerk Louis Eilers / Siemens-Schuckert-Werke AG (Schleusenausrüstung)
    
Die Doppelschleuse wurde 1927 von der Neckar AG nach einem Entwurf von Paul Bonatz errichtet. Sie wurde im Neckarkanal platziert, der flussaufwärts, westlich von Ladenburg, vom Flusslauf des Neckars abzweigt, um durch ein breiteres und tieferes Fahrwasser die Schifffahrt zu erleichtern. Mit der Schleuse wird ein Höhenunterschied von 10 m überwunden.
    
    Bonatz entwarf die Hubschleuse mit zwei den Fluss überspannenden Reihen von je drei Stahlbetontürmen, die am Ein- und Ausgang der Schleuse als Widerlager für die Hubtore dienen. Zur Bauzeit wirkten die hoch aufragenden Baukörper in der Eintönigkeit der flachen Landschaft auflockernd. In den Hohlkörpern der Türme führt jeweils eine Treppe zu den eisernen Dienstgängen und zu den Schließvorrichtungen der Schleusentore. Die in Sichtbeton gehaltenen Frontwände der Türme sind unterschiedlich gestaltet. Auf der Oberwasserseite ist jeweils nur ein schmales rechteckiges Fenster auf der Höhe des obersten Treppenabsatzes angeordnet, während auf der Unterwasserseite drei Fenster übereinander die glatte Betonoberfläche durchbrechen. Der mittlere Turm auf der Unterwasserseite weist, zu den Schleusenkammern hin ausgerichtet, einen Vorbau auf, in dem sich der Dienstraum befand (Foto 6).
    
    Die Doppelschleuse wurde als erste Schleuse ohne Umläufe mit Energievernichtungsanlagen ausgeführt. Diese Bauart bedeutet, dass die Schleusenkammern unmittelbar mit Hilfe der Tore gefüllt und entleert werden. Die Vernichtung der Energie des in Richtung der Schleusenachse einströmenden bzw. abfließenden Wassers geschieht durch eine Querwand, die in dem fließenden Wasser Walzen- und Wirbelbildung bewirkt und so die Energie vernichtet. Die Schleusenkammern wurden in einer Länge von 110 m mit einer nutzbaren Breite von 12 m angelegt. Sie stehen durch einen absperrbaren Kanal in der Mittelmauer miteinander in Verbindung, so dass sie gegenseitig als Sparkammern genutzt werden können. Die 14 m hohen Tore an den Unterhäuptern (Foto 1 rechts und Fotos 5, 6) sind als Gleittore mit eingebauten Segmentschützen gestaltet. Die Hubtoren an den Oberhäuptern sind 4,35 m hoch und als Rollschützen ausgeführt.
    
    Das der Schleuse zugehörige Stauwehr im Flusslauf des Neckars befindet sich flussaufwärts im Westen von Ladenburg (siehe bei -> »weiter«).

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle(n)/Text:
• Walter Müller-Wulckow, Architektur der Zwanziger Jahre in Deutschland. Neu-Ausgabe der erw. Aufl. 1929, Königstein im Taunus 1975
• Emil Burkhardt, Beobachtungen und Erfahrungen an der umlauflosen Doppelschleuse Ladenburg des Neckarkanals; in: Die Bautechnik 6(1928), Heft 31, S. 447-450
• Hans Huth (Bearb.), Die Kunstdenkmäler des Stadtkreises Mannheim. I, München 1982
• Fernanda De Maio, wasser_werke. Paul Bonatz: die Neckarstaustufen, Stuttgart 1999
Informationsstand:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
weiter:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Schlagworte:
Stichwörter:
Land/Kreis/Ort:
Adresse:


Anfang der Liste Ende der Liste
Permalink zu diesem Treffer
X Permalink öffnen