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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Wanderer-Werke A.G.
Adresse:
Zwickauer Straße 221
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
04.09.2009 / 23.11.2011
 
© 2009/11 Norbert Gilson
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erbaut: 1895-98 / 1912-18 / 1938-39
Architekten: Büro Zapp & Erich Basarke (1912-18) / Wilhelm Kreis (1938-39)
    
Die 1885 gegründete Chemnitzer Velocipedfabrik Winklhofer & Jaenicke produzierte zunächst in angemieteten Werkstatträumen in der Chemnitzer Innenstadt. Zur Erweiterung der Produktonsanlagen erwarb das Unternehmen ein Baugelände an der Ausfallstraße nach Zwickau und begann hier 1895 mit dem Neubau einer Fabrik. Die Bauten wurden durchweg in Backsteinrohbauweise mit Fassadengestaltung aus gelben und roten Klinkern errichtet. 1896 erfolgte die Umbenennung in Wanderer-Fahrradwerke, vorm. Winklhofer & Jaenicke AG. Neben Fahrrädern wurden nun auch Schreibmaschinen (der Marke »Continental«), ab 1903 auch Addier- und Buchungsmaschinen sowie Motorräder produziert. Schließlich wurde 1912 der Automobilbau aufgenommen.
    
    Zur Unterbringung der neuen Produktionszweige waren neue Fabrikbauten erforderlich. Sie entstanden östlich der seit 1895 errichteten ursprünglichen Fabrikanlage. Der Entwurf erfolgte durch das Chemnitzer Büro Zapp & Erich Basarke. Die Architekten realisierten den Neubau als nach Süden offene Dreiflügelanlage. Deren Längstrakte wurden zweifach durch Zwischenbauten mit Treppenhäusern, Aufzügen, Umkleiden und weiteren Einrichtungen verbunden. Dominierend wirkt das monumentale, den Straßenabschnitt der Zwickauer Straße bestimmende fünfgeschossige, durch Ecktürme akzentuierte Büromaschinenwerk mit Fassadengestaltung zwischen klassizistisch geprägtem Reformstil und Hinweisen auf die frühe Moderne.
    
    Gegen Ende der 1930er Jahre wurden die Produktionsanlagen nochmals erweitert. Auf einem Gelände westlich der bestehenden Fabrik, jenseits der heutigen Jaenickestraße, entstand der von dem Dresdner Architekten Wilhelm Kreis entworfene Stahlskelettbau eines neuen Fertigungsgebäudes, der sich äußerlich nur wenig von der eine Generation älteren Auffassung von Architektur des Büros Zapp & Basarke unterscheidet.
    
    Nach 1945 wurden die Wanderer-Werke Teil des Kombinats VEB Fritz Meckert. 1990 wurde die Produktion eingestellt. Derzeit wird das Gelände als Gewerbehof vermarktet, jedoch ist die Zukunft alles andere als gewiss.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder, Berlin / Stuttgart 1998
Informationsstand:
 
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Link:
Ausführliche Firmengeschichte der Wanderer-Werke
 
 
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