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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Wasserwerk Friedrichshagen
Adresse:
Müggelseedamm 301 - 308
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
29.08.2009
 
© 2009 Norbert Gilson
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erbaut: 1888-93 / 1903-06 (Erweiterung) / 1925-27, 1970er Jahre (Modernisierungen)
Konzeption / Architekt: Henry Gill, E. Beer (Konzeption) / Richard Schultze (Stadtbaumeister)
    
Das zu Beginn der 1890er Jahre fertig gestellte neue Berliner Hauptwasserwerk in Friedrichshagen am Müggelsee war damals die größte und modernste Anlage Europas. Die Anlage diente der Entnahme und Aufbereitung von Seewasser aus dem Müggelsee für die Trinkwasserversorgung von Berlin. Sie ersetzte das alte Berliner Wasserwerk am Stralauer Tor (Prenzlauer Berg) aus dem Jahre 1856 und sollte das 1877 errichtete Tegeler Wasserwerk unterstützen. Die beiden Werke bestritten damals die gesamte Wasserversorgung von Berlin. Das weitgehend vollständig noch erhaltene Wasserwerk Friedrichshagen ist die älteste - und zugleich die größte - noch in Betrieb befindliche Wassergewinnungsanlage von Berlin.
    
    Die Anlage umfasst Maschinenhäuser, Rieselhäuser, Schieber- und Pumpenhäuschen, Sammelbrunnen, ein Verwaltungsgebäude sowie Wohnhäuser für Angestellte in Villenform. Die in einer parkähnlichen Anlage funktionsbezogen gruppierten Bauten sind durch kopfsteingepflasterte Wege miteinander verbunden. Für die architektonische Gestaltung zeichnete Stadtbaumeister Richard Schultze verantwortlich. Er entwarf die gesamte Anlage im Stil gotischer Klosteranlagen der Mark Brandenburg. Alle Bauten sind in Backsteinbauweise errichtet, aus Rathenower Klinkern und mit verputzten Blenden, Maßwerkfriesen und Ziegelmustern versehen. Der Müggelseedamm durchschneidet das Gelände und teilte es ursprünglich in zwei Funktionsbereiche: die Schöpfmaschinenanlage am Müggelsee und die Aufbereitungs- und Fördermaschinenanlagen auf der Nordseite der Straße.
    
    In mehreren Modernisierungsschritten wurde das Wasserwerk unter Zubau weiterer Maschinenhäuser im originalen Stil zwischen 1903 und 1906 von Seewasserentnahme auf Grundwasserförderung umgestellt, in den Jahren von 1925 bis 1927 unter Ersatz der alten Dampfmaschinen durchgreifend elektrifiziert und schließlich am Ende der 1970er Jahre nach Nordosten hin erweitert. 1979 wurde mit den Restaurierungsarbeiten begonnen, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht vollständig abgeschlossen waren. In einem der Schöpfmaschinenhäuser wurde 1987 das »Museum im Wasserwerk« (siehe -> »Link«) eingerichtet.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09045854
Informationsstand:
 
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Link:
Website des Museums im Wasserwerk
 
Link:
weitere Informationen bei wikipedia
 
 
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