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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Hafen Kleve
Adresse:
Neue Werft
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
30.05.2009
 
© 2009 Norbert Gilson
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erbaut: 1907-10
    
Nachdem Kleve (seit 1242 Stadtrecht) zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch einen Wassergraben, den Spoygraben, mit dem Rhein verbunden worden war, wurden Fernhandel und Tuchherstellung zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt. Unter dem brandenburgischen Statthalter Johann Moritz von Nassau - Kleve war nach dem Jülich-Kleveschen Erbfolgestreit 1614 an Brandenburg gefallen - erlebte die Stadt eine neue Periode wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs. Auf Wunsch der Bürgerschaft plante der Statthalter die Anbindung der Stadt an den Rhein durch einen neuen Schifffahrtskanal. Nachdem dieses Vorhaben aus Kostengründen gescheitert war, ergriff die Bürgerschaft die Initiative, um den Spoygraben zu einem Kanal auszubauen. Nach Genehmigung dieses Plans im Jahre 1688 entstand der 4,4 km lange Spoykanal (siehe unten bei »weiter«) zwischen der Schiffsanlagestelle in Kleve und dem Altrhein.
    
    Der neuzeitliche Hafen von Kleve entstand als Kanalhafen (Endhafen) durch einen Ausbau der vorhandenen Werftanlage und des Spoykanals in den Jahren von 1907 bis 1910 (Foto 1). Nach der Erweiterung betrug die Länge des Hafens 320 m, so dass fünf größere oder zehn kleinere Schiffe gleichzeitig abgefertigt werden konnten. Zum Wenden der Schiffe waren ein größerer und ein kleinerer Wendehafen vorhanden. Das gesamte Hafenkai wurde mit einer gepflasterten Ladestraße und einem normalspurigen Ladegleis versehen (Foto 2), so dass eine unmittelbare Be- und Entladung der Schiffe in und aus Eisenbahnwagen und Pferdefuhrwerken, später auch Lastkraftwagen möglich war. Den Eisenbahn-Lieferverkehr nahm die ebenfalls im Eigentum der Stadt Kleve befindliche Hafenbahn (als Privatanschlussbahn) wahr.
    
    Im Hafen wurden ein moderner Getreide-Silo der Allgemeinen Speditions-Gesellschaft AG (siehe unten bei »weiter«), mehrere Lagerhallen mit Zollabfertigung sowie eine Zollniederlassung errichtet. Dem Warenumschlag dienten ein Elektro- und ein Dampfkran, ein Ölsaugleitung sowie eine Getreidesaug- und eine Getreideverladeleitung. Neben Ölen, Fetten, Getreide und Futtermitteln wurden vor allem Steine und Erden, Bimskies, Kohle, Koks, Holz, Schilfrohr und Nahrungsmittel umgeschlagen. Während die Umschlaganlagen sowie das ehemals hier ansässige Städtische Gaswerk inzwischen vollständig beseitigt wurden, sind der Getreidesilo und verschiedene Lagerhallen noch vorhanden. Ein weiteres bedeutendes Relikt ist die eiserne Drehbrücke für die Hafenbahn. (Fotos 3 und 4)
    
    In den 1950er Jahren fuhren monatlich etwa 120 Schiffe den Klever Hafen an und es wurden Waren im Umfang von 120.000 bis 230.000 t umgeschlagen.

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Quelle(n)/Text:
• Handbuch der deutschen Binnenhäfen, Darmstadt 1958
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
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