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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Kraftwerk Häusern
Adresse:
Schwarzabruck
 
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Foto(s) vom:
20.06.2016
 
© 2016 Norbert Gilson
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erbaut: 1929-31
Bauherr: Schluchseewerk AG
    
Das Pumpspeicherkraftwerk Häusern ist das erste Kraftwerk, das im Rahmen der Verwirklichung des Schluchseewerk-Projektes (siehe bei -> »weiter«) 1931 in Betrieb genommen wurde. Es wird aus dem Schluchsee als Oberbecken gespeist und ist mit diesem über einen 6,2 km langen Druckstollen sowie zwei Druckrohrleitungen aus Stahlrohren verbunden. Hinter dem oberhalb des Kraftwerks gelegenen Schieberhaus, von dem das Wasser in die Rohrleitungen gelangt, befindet sich im Fels das Wasserschloss zur Grobregelung der Turbinenbeaufschlagung. Parallel zu den Druckrohren verläuft eine einspurige Standseilbahn, deren Antriebsstation (Foto 4) sich gegenüber dem Kraftwerksgebäude befindet. Um stets ausreichende Wassermengen für die Auffüllung des Oberbeckens (Schluchsee) zur Verfügung zu haben, gelangt das Wasser nach Durchgang durch die Turbinen in das unmittelbar am Kraftwerk gelegene, durch eine Schwergewichtsmauer (Fotos 10 und 11) aufgestaute Schwarza-Becken (Foto 9), das zugleich als Oberbecken für das unterhalb des Kraftwerks Häusern gelegene Kraftwerk Witznau (siehe bei -> »weiter«) dient.
    
    Das Kraftwerk verfügt über vier vertikal angeordnete Maschinensätze mit je einem Synchron-Motor-Generator mit 10,5 kV Betriebsspannung, einer Francis-Spiralturbine sowie einer kuppelbaren, zweistufigen Hochdruckpumpe zum Auffüllen des Schluchseespeichers. Zwei der Maschinensätze, die wahlweise im Erzeugungs- oder Pumpbetrieb eingesetzt werden können, gehören dem Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk AG (RWE), die anderen beiden früher der Badenwerk AG und heute der EnBW Kraftwerke AG. Im Generatorbetrieb verfügt das Kraftwerk über eine Gesamtleistung von 144 MW, im Pumpenbetrieb von 104 MW.
    
    Das Maschinenhaus wurde als kubischer Baukörper mit flachem Walmdach errichtet. Die Fassade ist durch Pfeiler und vertikale Fensterschlitze von annähernd gleicher Breite klar gegliedert. Das Maschinenhaus und das zur Straßenseite hin gelegene, flache ehemalige Schalthaus sind durch eine Kabelbrücke mit einem Aufsatz aus einer verglasten Stahlfensterkonstruktion verbunden (Fotos 12-14). Von den Generatoren gelangt der Strom zu einem 10,5/110-kV-Transformator, der die Maschinenspannung auf die Netzspannung heraufsetzt. Neben den Kraftwerksgebäuden wurde im Anschluss an das alte Schalthaus (Foto 15) eine Frieluft-Schaltanlage errichtet, die eine Trennung des Kraftwerks vom Netz ermöglicht. Zur Übertragung der Energie wurde parallel zum Bau des Kraftwerks eine 110-kV-Freileitung (siehe bei -> »weiter«) zum RWE-Umspannwerk Tiengen (siehe bei -> »weiter«) errichtet, deren bauzeitliche Masten heute noch vorhanden sind. Eine weitere 110-kV-Freileitung führt zu dem in unmittelbarer Nachbarschaft des Umspannwerk Tiengen gelegen EnBW-Umspannwerk Gurtweil.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
• Rudolf Fettweis, Das Schluchseewerk; in: Elektrotechnische Zeitschrift 50(1929), Heft 8, S. 267-268
• Jörg Schlaich / Matthias Schüller, Ingenieurbauführer Baden-Württemberg, Berlin 1999
• Thomas Herzig, Energiespeicherung im großen Stil. Die Pumpspeicherkraftwerke der Schluchseewerk AG; in: Hans-Joachim Braun (Hrsg.), Technische Netzwerke und Energiespeicher. Ausgewählte Vorträge der Jahrestagungen der Georg-Agricola-Gesellschaft 2012 in Berlin und 2013 in Mannheim. (Die Technikgeschichte als Vorbild moderner Technik, Bd. 36), Freiberg 2014, S. 107-130
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