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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Emser Blei- und Silberwerke
Adresse:
Ernst-Born-Straße / Nieverner Straße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
07.05.2011
 
© 2011 Norbert Gilson
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erbaut: 1903-07
Architekt: A. Herrmann (Mönchengladbach)
    
Zink-, Blei- und Silbererze wurden in der Gegend von Bad Ems bereits im 14. und 15. Jahrhundert im großen Stil abgebaut. Auf dieser Grundlage entwickelte sich im 18. Jahrhundert unter Regie des Landgrafen von Hessen-Darmstadt eine frühindustrielle Bergbau- und Verhüttungstätigkeit. Seit 1780 war hier die Gewerkschaft Remy, Hoffmann & Co. tätig, die die Anlagen im Laufe des 19. Jahrhunderts weiter ausbaute. Nachdem die Gewerkschaft 1871 von der Aktiengesellschaft der Emser Blei- und Silberwerkeübernommen worden war, ging diese daran, den Abbau im Tiefbergbau in den Gruben »Mercur« und »Rosenberg« voranzutreiben. Der Antrieb der umfangreichen Fördereinrichtungen und der Maschinen zur Wasserhaltung und zur Bewetterung erforderte eine Erweiterung der Energieerzeugung. Zu diesem Zweck wurde eine neue zentrale, wirtschaftlich arbeitende Kraftzentrale geplant. Nach den Plänen des Gladbacher (heute: Mönchengladbach) Architekten A. Herrmann entstanden zwei Hallen in einem an die rheinische Burgenarchitektur angelehnten Stil des Historismus. Die größere Halle (in Foto 1, links und Foto 2) nahm zwei Dampfmaschinen von je 1.500 PS mit jeweils einem großen Schwungrad sowie die elektrische Anlage auf. In der benachbarten kleineren Halle fanden die Dampfkessel Aufstellung.
    
    Durch das Kraftwerk konnten nicht nur die Grubenbetriebe bis zur 16. Sohle mit elektrischer Energie versorgt werden, auch die Aufbereitungsanlagen auf der Insel Silberau und der Betriebsteil in Braubach wurden mit Energie beliefert. Als in den 1930er Jahren die Eigenstromerzeugung teurer wurde als der Strombezug aus der öffentlichen Versorgung, wurden die Elektrozentrale stillgelegt und die Maschinen demontiert. Das Aus für den Emser Bergbau kam 1945, nachdem die Gruben durch Strom- und Pumpenausfall voll Wasser gelaufen waren. Als letztes Zeugnis der bergbauindustriellen Tätigkeit in Bad Ems ist die ehemalige Kraftzentrale erhalten geblieben. Sie wird heute als Einkaufszentrum genutzt.

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Quelle(n)/Text:
• Paul-Georg Custodis, Technische Denkmäler in Rheinland-Pfalz. Spuren der Industrie- und Technikgeschichte, Koblenz 1990
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
Informationsstand:
 
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