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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Eder-Talsperre
Adresse:
Zur Sperrmauer
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
26.11.2011
 
© 2011 Norbert Gilson
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erbaut: 1908-14
    
Die ersten Planungen zum Bau einer Talsperre im Edergebiet stammen aus der Zeit um 1900. Damals stand die Bekämpfung der von der Eder ausgehenden Hochwassergefahr im Mittelpunkt der Überlegungen. Die Zielvorstellung für den Bau der Talsperre änderte sich, als 1904/05 die Gesetzesvorlage für den Bau des Mittellandkanals auf den Weg gebracht wurde. Ein großes Speicherbecken war erforderlich, um die Wasserhaltung für den neuen Mittellandkanal sowie für den Dortmund-Ems-Kanal sicher zu stellen. Nach Inkrafttreten des preußischen Wassergesetzes zum 1. April 1905 konnten schließlich 1908 die Bauarbeiten beginnen.
    
    Die Talsperre wurde mit Hilfe einer Schwergewichtsstaumauer (mit einem Volumen von ca. 300.000 cbm und einer Dicke von 35 m in Geländehöhe) aus einheimischer Grauwacke errichtet. Die Kronenlänge beträgt 400 m, an der Sohle ist die Mauer 270 m lang. Gegen den Stausee (Fassungsvermögen von 202,4 Mio. cbm) ist die Mauer mit einem Radius von 305 m gekrümmt. Die Architektur zeichnet sich durch eine gleichmäßige Reihung der mit Bögen versehenen Überlauföffnungen (Foto 1) aus. Auf Kronenhöhe wird die Staumauer beidseitig von wuchtigen Schieberhäusern (Foto 2) begrenzt. Bei der Einweihung war die Edertalsperre die größte Talsperre Europas.
    
    Ein Jahr nach Eröffnung der Talsperre ging auch das am Fuße der Staumauer gelegene Kraftwerk Hemfurth I (Foto 1, siehe bei -> »weiter«) in Betrieb. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Teil der Staumauer durch einen alliierten Fliegerangriff zerstört. Die dabei entstandene Flutwelle riss unter anderem das Dorf Affoldern weg und forderte bei weiteren gewaltigen Zerstörungen im Edertal 68 Menschenleben. Noch während des Krieges wurde die Staumauer bis Januar 1944 originalgetreu wiederhergestellt.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
• Mathias Döring, Unikate des Talsperrenbaus; in: Industriekultur 22(2016), Heft 74, Ausgabe 1.16, S. 10-11
Informationsstand:
 
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