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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Flughafen Butzweilerhof
Adresse:
Butzweilerstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
20.06.2008
 
© 2008 Norbert Gilson
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erbaut: 1935-36
Architekt: Hans Mehrtens, Emil Mewes, Max Albert, Hermann Bartsch
    
Bereits 1912 begannen auf dem Areal des Butzweilerhofs im Norden von Köln die Vorbereitungen zur Einrichtung einer "kaiserlichen" Fliegerstation. Neben Ausbildungsbaracken für eine Fliegerschule und zwei Wohngebäuden entstanden 1913 eine Flugzeugwerft, eine Kraftwagenhalle sowie vier freitragende Hangars von je 22 x 60 m Grundfläche. Mit der Kölner Fliegerstation wuchs ein Ausbildungszentrum für Flieger, die aus allen Teilen des Heeres und der Marine rekrutiert wurden. Man wollte damit Anschluss an die auf diesem Sektor bereits weit fortgeschrittene Entwicklung in den Nachbarstaaten gewinnen, die bereits ein Jahr später zu Feindstaaten wurden. Während zunächst auch noch mehrere zivile Flieger-Clubs ihre Aktivitäten auf dem Butzweilerhof entfalten konnten, wurde die Fliegerei mit Beginn des Ersten Weltkriegs vollständig den militärischen Erfordernissen unterworfen.
    
    Durch die Bestimmungen des Versailler Vertrags war die deutsche Luftfahrt zunächst stark beschränkt. Der im besetzten Rheinland gelegene Kölner Flughafen erlebte einen kleinen Aufschwung, als britische Fluggesellschaften von hier aus Flüge nach Brüssel und London starteten. Nach dem Ende der Rheinland-Besetzung am 1. Januar 1926 wurde auch der Butzweilerhof in die neuen Entwicklungen auf dem Luftverkehrssektor einbezogen. Ein bahnbrechendes Ereignis war die Gründung der Luft Hansa als der ersten starken deutschen Luftverkehrsgesellschaft am 6. Januar 1926. Unter den Aufsichtsratsmitglieder war auch der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer, der sich nun für den Anspruch Kölns auf den zentralen Luftverkehrsschwerpunkt Westdeutschlands stark machte. Die Kölner Stadtverordneten-Versammlung beschloss trotz äußerst schwieriger Finanzlage, den Ausbau des Butzweilerhofs als städtische Aufgabe mit einer Summe von 1,6 Mio. Reichsmark zu finanzieren. Am 16. Mai 1926 konnte der neue Flughafen für den Luftverkehr freigegeben werden. Zunächst wurden die vorhandenen Bauten, eingeschossige Gebäude und Baracken, in der Mehrzahl aus den Jahren 1912 bis 1914, übernommen und an die neuen Erfordernisse angepasst. Schnell wurde jedoch der Ruf nach einem zweckmäßigen modernen Neubau der Anlagen laut. In greifbare Nähe rückte die Verwirklichung der Neubaupläne erst im November 1934, fast zwei Jahre nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.
    
    Mit einer groß angelegten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme begannen im April 1935 die Arbeiten für den Flughafenneubau. Die Planung lag in den Händen des Städtischen Hochbauamtes unter Leitung von Stadtbaurat Hans Mehrtens. Er wurde von den Kölner Architekten Mewes und Albert unterstützt. Am 25. Juli 1936 wurde das neue Flughafengebäude eröffnet. Der Empfangs- und Verwaltungstrakt bildete mit dem sich anschließenden Betriebshof, der Flugzeughalle I und dem Tower, ein langgestrecktes Gebäudeensemble. Diese Bauten sind heute noch vorhanden. Sie wurden in den letzten Jahren restauriert.

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Quelle(n)/Text:
• Dieter Klein-Meynen / Henriette Meynen / Alexander Kierdorf, Kölner Wirtschafts-Architektur von der Gründerzeit bis zum Wiederaufbau, Köln 1996
• Flughafen Butzweiler Hof; in: Denkmalpflege im Rheinland 2(1985), Heft 4
Informationsstand:
 
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