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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft - AEG (Transformatorenfabrik Oberschöneweide)
Adresse:
Wilhelminenhofstraße 83 - 85
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
05.06.2008 / 22.03.2012
 
© 2008/12 Norbert Gilson
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erbaut: 1922 / 1926-29 / 1938-39
Architekt: Jean Krämer, Ernst Ziesel / Walter Klingenberg, Werner Issel / Paul Sellmann
    
Im Zuge der 1920 begonnenen Expansionspolitik der AEG - mit Beteiligungen beispielsweise an der Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Ph. Rosenthal & Co. A.-------G. oder Mix & Genest AG sowie durch die Bildung von Interessengemeinschaften wie mit den Linke-Hoffmann-Werken - erwarb das Unternehmen auch die leerstehenden Gebäude der Deutschen Niles Werkzeugmaschinen-Fabrik (siehe bei -> »weiter«) in Oberschöneweide. Aus der Hochspannungsfabrik im Wedding wurde die Transformatorenfabrikation nach hier ausgelagert und es entstand die AEG-Transformatorenfabrik Oberschöneweide. In mehreren Stufen wurden die Werksanlagen - nach Entwürfen zunächst von Jean Krämer und Ernst Ziesel, Ende der 1930er Jahre dann von Paul Sellmann - weiter ausgebaut.
    
    Zur Ausweitung der Transformatorenproduktion wurde im Anschluss an die 1915/16 errichtete Neue Montagehalle entlang der Edisonstraße nach Entwurf von Ernst Ziesel eine neue Großtransformatorenhalle (Foto 1, hinten und Foto 2) angebaut, die als richtungsweisendes Vorbild für den Industriebau der Neuen Sachlichkeit gilt. Das Gebäude wurde als Stahlrahmenkonstruktion ausgeführt, die Seitenflächen nahezu vollständig als in Glasflächen aufgelöst und ein umlaufender Wandstreifen mit gelben Klinkern verkleidet. Nach Plänen von Paul Sellmann wurde die Halle am Ende der 1930er Jahre in Richtung Spree um kleinere Hallen- und Werkstattbauten erweitert.
    Bereits 1922, unmittelbar nach der Gründung der Transformatorenfabrik, hatte die AEG Jean Krämer mit einer Erweiterung des 1899 errichteten Verwaltungsgebäudes beauftragt. Krämer gestaltete den Anbau (Foto 3) im monumentalen Stil der beginnenden Moderne, mit erkerartig vorgezogenen Fensterachsen, Wandpfeilern und einem nach hinten versetzten Attikageschoss.
    
    In den Jahren 1926 bis 1928 erhielt die Transformatorenfabrik ein eigenes Kraftwerk, das als Heizkraftwerk zur Stromerzeugung und zur Wärmeversorgung der Fabrik diente. Die Kessel wurden mit Braunkohlenstaub befeuert. Die Anlage wurde von den bekannten Kraftwerksplanern Walter Klingenberg und Werner Issel mit kubischen Baukörpern und klar gegliederten Funktionstrennungen entworfen. Die Fassade des Kesselhauses (Fotos 4 bis 6) ist geprägt durch die strengen Pfeilervorlagen und hochrechteckigen Fensterbahnen. Zur Spree hin zeigt das Gebäude eine monumentale Front mit einem markanten Treppenhaus an der linken Seite. Das - von der Spree aus gesehen - hinter dem Kesselhaus angeordnete Maschinenhaus (Foto 7) sticht durch eine dreigeteilte verglaste Front hervor. An das Maschinenhaus schließt sich das Transformatoren- und Niederspannungsschalthaus an (Foto 9).
    
    Zusätzliche Erweiterungen stammen vom Ende der 1930er und Anfang der 1940er Jahre. An den Hallenblock der alten Montage- und Maschinenhalle wurde 1941 nach Entwurf von Paul Sellmann ein schlichtes, dreistöckiges Verwaltungs- und Sozialgebäude (Foto 10, links) als Kopfbau angebaut. Ein weiteres, direkt an der Spree gelegenes Gebäude (Fotos 11 und 12) aus dem Jahr 1926 wurde 1939 erweitert.
    
    Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der VEB Transformatorenwerk Oberschöneweide »Karl Liebknecht« die Fertigung von Transformatoren und Hochspannungsgeräten fort. Nach der Wende bezog die AEG 1990 zunächst ihren alten Standort wieder, der jedoch mit dem Niedergang und der schließlichen Auflösung des Unternehmens 1995 aufgegeben wurde.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09020121
Informationsstand:
 
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