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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft - AEG (Turbinenfabrik)
Adresse:
Huttenstraße 12 - 16
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
04.06.2008 / 27.09.2011
 
© 2008/11 Norbert Gilson
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erbaut: 1908-09 / 1939 / 1957
Architekten: Peter Behrens (Entwurf), Karl Bernhard (Konstruktion) / Jacob Schallenberger, Paul Schmidt / Georg Stasch
    
Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) hatte im Februar 1904 die Union Elektricitäts-Gesellschaft AG (UEG) übernommen (siehe bei -> »mehr«), deren Betriebsanlagen seit 1896 an der Huttenstraße in Moabit entstanden waren. Nach der Fusion nutzte die AEG das Grundstück, um hier ihre Turbinenfabrik aufzubauen. Kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert begann die Dampfturbine als leistungsfähiges Antriebsaggregat für Generatoren, die Dampfmaschine vom Makt zu verdrängen. Im Zuge der Fusionsverhandlungen über die UEG hatten sich die AEG und die amerikanische General Electric Co. über die gegenseitige Verwertung von Patenten auf dem Turbinensektor geeinigt. Damit fiel der AEG eine Schlüsselposition für die Produktion von Turbinen in den meisten europäischen Ländern zu.
    
    Für die Montage der Turbinen wurden nach einem Entwurf von Peter Behrens eine geräumige Fabrikhalle mit einem Giebel zur Huttenstraße und der Seitenwand entlang der Berlichingenstraße errichtet. Die 123 m lange und 25 m breite Halle wurde ganz mit Hilfe der modernen Materialien des Industriebaus - Stahl, Beton und Glas - gestaltet. Die stählernen Stützen der Dreigelenkbinder-Konstruktion sind entlang der Berlichingenstraße nach außen vor die großen Glasflächen der Seitenwand gerückt (Fotos 4 bis 6). Die südliche Stirnseite zur Huttenstraße hin wird durch mächtige, gequaderte Eckpfeiler gebildet, die einen fünffach gebrochenen Betongiebel tragen. Das Giebelfeld zeigt das von Behrens entworfene sechseckige AEG-Signum und den Schriftzug »Turbinenfabrik« (Foto 3).
    Die AEG-Turbinenhalle gilt als Schlüsselbau der modernen Industriearchitektur. Das Erscheinungsbild der Halle zeigt das Konstruktive unmittelbar und demonstriert den Bruch mit der bis dahin üblichen Praxis, den konstruktiven Aufbau von Industriebauten hinter historisierenden Fassaden zu verstecken.
    1939 wurde die Halle nach Norden hin auf eine Länge von 203 m erweitert. Zu diesem Zweck entwarfen Jacob Schallenberger und Paul Schmidt eine zweckmäßige, dem Erscheinungsbild des Bernhardtschen Entwurfs angeglichene Stahlrahmenkonstruktion (Foto 7).
    
    Westlich der Turbinenhalle entstand 1957 ein siebengeschossiges Verwaltungsgebäude, mit dem die Lücke zwischen der Turbinenhalle und dem alten Verwaltungsgebäude der UEG geschlossen wurde. Der von Georg Stasch entworfene Stahlbetonskelettbau zeichnet sich durch seine zeittypische Rasterfassade und das überstehende Flugdach aus.
    
    Nach der Auflösung der AEG übernahm die Siemens AG 1987 den Standort. In der Turbinenhalle und in dem sich zwischen Hutten-, Sickingen- und Berlichingenstraße erstreckenden Fabrikkomplex werden heute weiterhin Gasturbinen für Kraftwerke produziert.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• Sven Bardua, Legendärer Maschinendom; in: Industriekultur 16(2010, Heft 53, Ausgabe 4.10, S. 40-44
• Jörg Raach, Industriekultur in Berlin. Die 115 wichtigsten Bauten des Industriezeitalters, Berlin 2008
• Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Denkmaldatenbank, Eintrag 09050365,T,002-004
    
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