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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Schalt- und Gleichrichterwerk Markgrafendamm
Adresse:
Markgrafendamm 24b
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
12.01.2012
 
© 2011 Norbert Gilson
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erbaut: 1927-28
Architekt: Richard Brademann
    
Das Schalt- und Gleichrichterwerk Markgrafendamm entstand am östlichen Schnittpunkt von Stadt- und Ringbahn, in der Nähe des S-Bahnhofs Ostkreuz. Wegen der beengten räumlichen Verhältnisse mussten Hochspannungs- und Gleichrichteranlagen in einem Gebäude untergebracht werden. Zu diesem Zweck entstand ein viergeschossiger, parallel zu den Gleisen liegender Gebäuderiegel.
    
    1926 hatte sich die Deutsche Reichsbahn zur »Großen Elektrifizierung« der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen entschieden. Das damals errichtete Gleichstromnetz der Bahnstromversorgung wurde in insgesamt 31 Abschnitte unterteilt, die von je einem Gleichrichterwerk gespeist wurden. Außerdem wurden zwei zentrale Schaltstationen eingerichtet, von denen aus die verschiedenen Netzabschnitte überwacht und ferngesteuert wurden. Die für den westlichen Teil des Netzes zuständige Einrichtung war das Schaltwerk Halensee (siehe bei -> »weiter«), das zugleich als Gleichrichterwerk fungierte. Das Schalt- und Gleichrichterwerk Markgrafendamm war für den östlichen Teil zuständig.
    
    In der Gleisansicht (Fotos 2 und 3) heben sich die Entlüftungsschächte, in Form von pfeilerartigen, rechteckigen Wandvorlagen gestaltet, besonders hervor. Sie setzen oberhalb der über die ganze Gebäudebreite verteilten Stahltore der Transformatorenzellen an. Die Ansicht zur Straße hin ist heute durch eine moderne Stahlkonstruktion (Kabelbrücke) verstellt (Foto 4). Auf der Rückseite liegt das achteckige Wartengebäude mit einem sechseckigen Anbau für die Lastverteilerstelle (Foto 1, rechts). Das Gebäude ist mit dem Hochspannungs- und Gleichrichterhaus durch einen zweistöckigen schmalen Brückenbau verbunden.
    
    Nach dem Fall der Mauer wurde das Werk Markgrafendamm zum zentralen Stützpunkt der Berliner S-Bahn-Stromversorgung ausgebaut, unter anderem 1998/99 durch Einrichtung einer computergesteuerten Netzleitstelle.

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Quelle(n)/Text:
• Susanne Dost, Richard Brademann (1884 - 1965). Architekt der Berliner S-Bahn, Berlin 2002
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Denkmalliste Berlin (Stand: 14.01.2011), Nr. 09095111
• Thorsten Dame, Elektropolis Berlin. Architektur- und Denkmalführer, Berlin 2014
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