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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Umspannwerk »Scharnhorst«
Adresse:
Sellerstraße 16 - 26
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
04.06.2008
 
© 2008 Norbert Gilson
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erbaut: 1927-29
Architekt: Hans Heinrich Müller
Ausführung: Hein, Lehmann & Co. / Braß & Hertslet / Held & Franke AG / Ilse Bergbau AG / AEG
    
Beim Umspannwerk »Scharnhorst« handelt es sich um eines der bemerkenswertesten Gebäude dieses Typs. Es entstand im Zusammenhang mit der Einrichtung der neuen Spannungsebene von 30 kV in der Berliner Elektrizitätsversorgung, die der bisherigen Übertragungsspannung von 6 kV überlagert wurde und vor allem zur Verbindung der Kraftwerke untereinander und mit den Abspannwerken in den Stadtteilen diente. Das Gebäude wurde als Stahlskelettbau mit Ziegelausmauerung und Klinkerverblendung sowie mit Massivdecken im Trägerrost ausgeführt. Die Fundamentierung erfolgte wegen des besonderen Baugrundes nicht auf einer durchgehenden Fundamentplatte, sondern auf tiefreichenden Fundamentbanketten (Streifenfundament) aus Stahlbeton. Das Dach wurde in einer flach geneigten Holzkonstruktion ausgeführt. Den Auftrag für den Bau erhielt die Firma Hein, Lehmann & Co. (Berlin / Düsseldorf), die Stahlskelettkonstruktion errichteten zwei Berliner Stahlbaufirmen, während die Ilse Bergbau AG die Ziegel und Klinker lieferte und die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) die elektrotechnische Einrichtung verantwortete.
    
    Alle erforderlichen Anlagenteile wurden in einem Gebäude untergebracht. An den Schmalseiten (Foto 1) befanden sich Büro-, Werkstatt- und Laborräume sowie die Betriebsstützpunkte. Die Schalteinrichtungen, ursprünglich mit Ölschaltern ausgerüstet, waren um einen inneren Lichthof quer zur Gebäudeachse gruppiert.
    
    Der Eindruck eines expressionstischen Gestaltungsentwurfs des mit hellbunten Klinkern verblendeten Stahlfachwerkbaus wird vor allem durch die beiden Längsfassaden hervorgerufen. Charakteristische Gliederungselemente der dreizehnachsigen Südfassade sind die dreieckigen, Luftschächte führenden Wandpfeiler (Fotos 3 bis 6), die die Fassadenfläche wie gefaltet erscheinen lassen. Zum Dach hin laufen die Wandflächen in ein verkröpftes, mehrfach gestuftes Kranzgesims aus. Die Nordfassade (Foto 2) wird durch sieben vorgelagerte Pfeiler strukturiert, deren Abschluss Elemente der auf dem Flachdach untergebrachten Lichtwarte bilden. Von hier aus konnte das gesamte Berliner Stadtgebiet überwacht werden und entsprechend der Lichtverhältnisse soll hier ursprünglich die elektrische Straßenbeleuchtung eingeschaltet worden sein.
    
    Die Anlage wurde 1992 stilgelegt und inzwischen in ein Bürogebäude umgewandelt.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• Friedrch Herbst, Stahlskelettbau des neuen Umspannwerks "Scharnhorst" der Bewag zu Berlin; in: Der Stahlbau 3(1930), Heft 9, S. 97-101
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09030453
Informationsstand:
 
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