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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Kraftwerk Steglitz
Adresse:
Birkbuschstraße 40 - 44
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
15.04.2011
 
© 2011 Norbert Gilson
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erbaut: 19010-11 / 1926 (Umbau und Erweiterung)
Entwurf: Martin Rehmer (technischer Entwurf), Hans Heinrich Müller (architektonischer Entwurf)

Das Kraftwerk Steglitz wurde in den Jahren 1910/11 (siehe Foto 5) von der damals noch selbständigen Gemeinde Steglitz (Kreis Teltow) errichtet. Als Standort wurde ein Platz direkt am wenige Jahre zuvor eröffneten Teltowkanal gewählt, so dass die Kohleanfuhr per Schiff erfolgen konnte. Das Kraftwerk lieferte Strom nicht nur für private Haushalte, Gewerbebetriebe und Industrie, auch die gemeindeeigene Straßenbahn war ein bedeutender Abnehmer.
    
    Die imposante Maschinenhalle (Foto 1), das Verwaltungsgebäude (Foto 2) und weitere in Backsteinbauweise ausgeführte Nebenbauten (Fotos 3 und 4) sind ein Frühwerk des bedeutenden Berliner Architekten Hans Heinrich Müller. Die Anlage gehört zu den Bauten, die den Beginn der klassischen Moderne des Industriebaus in Berlin und seinem Umland markieren. Nach der Gründung von "Groß-Berlin" im Jahre 1920, in deren Folge auch Steglitz nach Berlin eingemeindet wurde, ging das Kraftwerk 1922 in das Eigentum der Städtischen Elektrizitätswerke Berlin über, aus der ein Jahr später die Berliner Städtische Elektizitätswerke AG (Bewag) entstand. 1926 wurde das Kraftwerk umgerüstet und lieferte seitdem auch Fernwärme, unter anderem für die Siedlung an der Birkbuschstraße. 1929 wurde ein neues 30/6 kV-Umspannwerk oder - in der Terminologie der Bewag - »Abspannwerk« errichtet. Architekt war Egon Eiermann, der damals Mitarbeiter der Bewag-Bauabteilung unter Hans Heinrich Müller war. Ein erweitertes Abspannwerk wurde in den Jahren 1940 bis 1942 nach einem Entwurf des Bewag-Baubüros an der Ecke Birkbuschstraße / Teltowkanalstraße errichtet (-> siehe bei »weiter«).
    
    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kraftwerk Ende der 1950er Jahre auf Feuerung mit schwerem Heizöl umgerüstet und blieb bis zur Stilllegung noch als Fernwärmekraftwerk in Betrieb (Fotos 6 und 7). Eine Aufsehen erregende Besonderheit stellte die in den 1980er Jahren errichtete Batteriespeicher-Anlage dar, in der heute das Energie-Museum Berlin untergebracht ist (Foto 8). Sie diente zur Frequenzstabilisierung, indem plötzlich auftretende Spitzenbelastungen kurzzeitig gedeckt werden konnten. Diese Betriebsart war eine Herausforderung, die infolge des »Inselbetriebs« (ohne Verbindung zu übergeordneten Hochspannungsnetzen) der Berliner Elektrizitätsversorgung bestand und mit der Speicheranlage gemeistert werden konnte.

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• Website www.lichterfelde-ost.de/Kraftwerk.php (abgerufen am 07.04.2011)
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09065388
Informationsstand:
 
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weiter:
Link:
Website »Lichterfelde Ost« zum Kraftwerk Steglitz
 
heute:
 
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