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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Kraftwerk Charlottenburg
Adresse:
Am Spreebord 5 - 7
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
11.10.2008
 
© 2008 Norbert Gilson
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erbaut: 1899-1900 / Erweiterungen 1925, 1929, 1955-66 und später
technische Planung: Georg Klingenberg / Willy Rathge (Erweiterung)
    
Das Charlottenburger Kraftwerk wurde in den Jahren von 1899 bis 1900 erbaut. Das technische Konzept des mit Drehstromtechnik ausgestatteten Kraftwerks stammte von Georg Klingenberg, der 1902 zum Leiter des Kraftwerksressorts der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) aufstieg. Aus dieser ersten Bauphase ist das Maschinenhaus mit dem zur Spree hin ausgerichteten, von zwei Türmen flankierten Südgiebel in neugotischem Stil (Fotos 1 bis 4) erhalten.
    
    Mit dem wachsenden Strombedarf erfolgte 1925 eine umfangreiche Erweiterung. Das Kraftwerk wurde damals mit modernen, im Wirkungsgrad den bisherigen Anlagen überlegenen Hochdruckkesseln ausgerüstet. Es war das erste Hochdruck-Kraftwerk Deutschlands. Um die damals vor allem in städtischen Ballungsgebieten für die Kraftwerke problematischen Lastspitzen besser meistern zu können, wurde 1929 eine Ruths-Dampfspeicheranlage (von außen nicht sichtbar) installiert, mit der bei kurzfristigen Belastungssteigerungen zusätzliche Turbinenleistung zur Verfügung gestellt werden konnte. Solche Ruths-Anlagen erfreuten sich in den 1920er und 1930er Jahren größerer Beliebtheit. Die aus einer Reihe von großen Speicherdampfbehältern und gesonderten Speicherturbinen bestehenden Ruths-Anlagen sind jedoch nur in sehr geringem Umfang erhalten geblieben.
    
    Bei Erweiterungen seit Mitte der 1950er Jahre entstand nach Plänen von Willy Rathge das in Stahlskelettbauweise ausgeführte, mit Klinkern und Sandsteinplatten verkleidete neue Kesselhaus (Fotos 5 und 6). Erneute Modernisierungsmaßnahmen wurden Ende der 1980er Jahre eingeleitet, wobei das Kraftwerk zunächst mit einer Rauchgasentschwefelungsanlage und 5 Jahre später auch mit einer Entstickungsanlage ausgerüstet wurde. Nachdem 2001 die kohlebetriebenen Kraftwerksanlagen stillgelegt worden sind, dient der verbliebene moderne, erdgasbefeuerte Kraftwerksteil mit drei Turbinen heute als Spitzenlast-Heizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 215 MW und einer thermischen Leistung von 295 MW. Der Baublock, in dem diese Kraftwerksanlage untergebracht ist, prägt heute das Erscheinungsbild der gesamten Kraftwerksanlage (Foto 7).

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Quelle(n)/Text:
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 2. Neue Länder - Berlin, Stuttgart 1998
• http://de.wikipedia.org/wiki/Vattenfall_Europe_Berlin (abgerufen am 31.10.2011)
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09020662
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