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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Transformator
 
 
Ganz-Platz
Adresse:
Ingerweg 100
 
Lage:
 
Kleinbild
Foto(s) vom:
26.03.2013
 
© 2013 Norbert Gilson
-:
    
Baujahr: 1929
Hersteller: Sachsenwerk Licht- und Kraft-AG
    
Der 110 kV-Drehstrom-Öltransformator (7,5 MVA Leistung) vom Typ »BDO 7500/1 00« wurde 1929 im Werk Niedersedlitz (bei Dresden) der Sachsenwerk Licht- und Kraft-AG hergestellt und im selben Jahr an die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE) ausgeliefert. Der Transformator war mit 18 t Öl gefüllt und hatte ein Transportgewicht von 49 t. Bei seiner Außerbetriebnahme 1985 war er der älteste in Betrieb befindliche 110 kV-Transformator des RWE.
    
    Der Transformator war einer der ersten dieser Größenordnung, der ohne Fremdkühlung des Öls auskam. Die Kühlung erfolgte über eine Vielzahl von Rohren, sogenannten Rohrharfen, die außen an den vier Kesselwänden eingewalzt waren. Hierdurch wurde die Oberfläche des Kessels sehr stark vergrößert. Das Öl zirkulierte infolge der Erwärmung durch die Rohre und kühlte sich dabei entsprechend ab. Die eingewalzten Rohre hatten allerdings den Nachteil, dass bei einer Undichtigkeit an den unteren Walzverbindungen nahezu das gesamte Öl ausgepumpt werden musste. Das Ölausdehnungsgefäß wurde separat aufgestellt.
    
    Der Transformator hat ein Übersetzungsverhältnis von 104/23,4/11,7/5,85 kV und konnte nur unter Deckel umgeschaltet werden. Bei seinem letzten Einsatz war er unterspannungsseitig auf 5,85 kV geschaltet. Die Spannungsregulierung wurde auf der Unterspannungsseite über einen separat aufgestellten Regeltransformator durchgeführt.
    
    Zum Schutz des Transformators war ein Buchholzrelais installiert, das bei einem Überdruck im Ölkreislauf den Transformator über einen Aus-Befehl ohne Zeitverzögerung beidseitig abschaltete und bei Gasbildung eine Gaswarnung signalisierte. Zusätzlich war ein Differentialschutz und unterspannungsseitig ein zeitabhängiger Überstromschutz vorhanden. Außerdem wurden Ölstand und Temperatur des Transformators überwacht.
    
    Zuletzt war der Transformator von 1964 bis 1985 in der 110 kV-Schaltanlage Hoerstgen der BV Krefeld der RWE Energie AG zur Versorgung einer Zechenanlage eingesetzt. Vor der Aufstellung in der Elektrothek wurden Öl, Wicklung und Eisenkern entfernt.

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Quelle(n)/Text:
• Heinz Meckel (u.a.), Elektrothek Osterath. 100 Jahre elektrische Energieverteilung. Ein Führer durch die gerätetechnische Sammlung, [Meerbusch-Osterath] 2006
Informationsstand:
 
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